ARGEV erzielt neue Rekordwerte - Getrennte Verpackungssammlung boomt - TirolerInnen ARGEV-Sammelmeister

- Sammelleistung 2003 um 6 % gestiegen - TirolerInnen 40 % über Bundesdurchschnitt - DeponieVO: In Tirol noch keine Sammel-Umstellungen

Wien (OTS) - "Die ÖsterreicherInnen können von der getrennten Sammlung im ARA System einfach nicht genug bekommen", meint ARGEV-Geschäftsführer Dr. Franz Buchal zu den erneuten Sammelrekorden der ARGEV.

2003: Sammelmenge erreicht 200.000 Tonnen

Die Sammelmenge erreichte im Jahr 2003 mit einem Zuwachs von 6,1 % den Rekordwert von 199.615 t. Die Tiroler Betriebe und Haushalte trugen dazu rd. 23.240 t bei.

Seit 1993 wurden über die ARGEV-Sammlung insgesamt rd. 1,7 Mio. Tonnen Altstoffe getrennt gesammelt, davon in Tirol rd. 187.000 Tonnen.

Auch im ersten Quartal 2004 hält der Sammelboom unvermindert an:
Von Jänner bis März 2004 wurden über 43.000 t (+10 %) Verpackungen aus der ARGEV-Sammlung aussortiert und zur Verwertung übergeben.

TirolerInnen ARGEV-Sammelmeister 2003

Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von 34,1 kg aus der Leicht-, Metall-und Holzverpackungssammlung lagen die TirolerInnen um 40 % über dem Bundesdurchschnitt und errangen damit den Gesamtsieg als "ARGEV-Sammelmeister 2003", knapp vor dem Vorjahressieger Vorarlberg (34,0 kg/E.a). Bei den Leichtverpackungen wiederholten sie ihren Vorjahressieg mit 26,4 kg/E.a.

Sammelqualität steigt, Fehlwürfe gehen zurück

Parallel zu den Sammelrekorden verbessert sich weiter auch die Qualität des Sammelmaterials, die "Fehlwürfe" werden weniger.

Aus den gesammelten Altstoffen konnten 2003 über 163.500 t Verpackungen - ein Plus von 8,8 % - aussortiert und zur Verwertung übergeben werden. Auch in Tirol legten die Leichtverpackungen um 8,7 % auf 11.600 t zu.

Verpackungssammlung bequem wie nie zuvor - TirolerInnen mit größtem Sammelvolumen

Auch im Vorjahr entwickelte die ARGEV die Benutzerfreundlichkeit ihrer Sammlung konsequent weiter: Mit Jahresende 2003 konnte sich bereits die Hälfte aller österreichischen Haushalte über die bequemste Form der Leichtverpackungssammlung, die der Abholung "ab Haus", freuen.

Den TirolerInnen steht mit 915 l/E.a weiterhin das mit Abstand größte Pro-Kopf-Sammelvolumen (35 % über Bundesdurchschnitt) zur Verfügung.

Große Zufriedenheit in Tirol

Die BürgerInnen zeigen sich mit der ARGEV-Sammlung weiterhin sehr zufrieden (IMAS-Verbraucherumfrage März 2004): 95 % aller Befragten gaben an, Verpackungen getrennt zu sammeln, in Tirol sogar 98 %. Sieben von 10 sind mit der Leichtverpackungssammlung "sehr zufrieden" oder "zufrieden" und glauben nicht, dass man daran noch etwas ändern sollte, in Tirol sind es sogar drei Viertel der Befragten.

DeponieVO 2004: Neue Rahmenbedingungen für die ARGEV - "Qualitätssammlung" als Chance

Mit 01.01.2004 ist die letzte Stufe der Deponieverordnung in Kraft getreten. Die neue Form der Restmüllbehandlung in Müllverbrennungsanlagen (MVA) oder mechanisch-biologischen Anlagen (MBA) hat direkten Einfluss auf die Sinnhaftigkeit und die Form der getrennten Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen.

Die ARGEV hat nun die Chance, im Einzugsgebiet von Müllverbrennungsanlagen gezielt nur die stofflich verwertbaren Kunststoffverpackungen getrennt zu sammeln. Die herkömmliche Leichtverpackungssammlung wird zur Qualitätssammlung.

Kleine oder verschmutzte Verpackungen dürfen in solchen Regionen im Restmüll bleiben und werden als Brennstoff genutzt. Die Kosten werden den Kommunen von der ARGEV abgegolten, wie es sich seit Jahren in Wien bewährt hat. Damit wird die Produzentenverantwortung im ARA System gewahrt und gleichzeitig verhindert, dass die Konsumenten durch Müllgebühr und Lizenzgebühr zweimal zur Kasse gebeten werden.

Dieses neue Modell macht allerdings nur dann Sinn, wenn die Sammlung und Verbrennung zusammen mit dem Restmüll kostengünstiger als die getrennte Sammlung und Verwertung der Verpackungen ist.

Regionale Umstellungen laufen - In Tirol bis auf weiteres keine Änderung

Seit Jahresbeginn laufen die regionalen Umstellungen der Leichtverpackungssammlung, die im Frühjahr 2005 abgeschlossen sein werden und im Endausbau 3 Millionen Einwohner erreichen.

Bisher erfolgte die Umstellung auf die gezielte Erfassung von Plastikflaschen in weiten Teilen Niederösterreichs und in der Stadt Salzburg, in der zweiten Jahreshälfte folgen die Bundeshauptstadt Wien und der größte Teil Kärntens.

In allen übrigen Regionen Österreichs bleiben die Leichtverpackungs- und Metallverpackungssammlung in der gewohnten Form. So auch in Tirol, wo die Umstellung der Restmüllbehandlung noch in Vorbereitung ist.

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