Zivildienst: ÖGJ fordert Gleichstellung mit Präsenzdienst schon seit langem

Jetzt muss Fuhrmann ihre Forderungen nur noch in der eigenen Partei durchsetzen

Wien (ÖGJ/ÖGB). (OTS) - "Die Gewerkschaftsjugend verlangt schon seit langem die komplette rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Zivil- und Präsenzdienst", erklärt der Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Mario Lindner: "Dass sich mit Silvia Fuhrmann jetzt auch eine Vertreterin der Regierungsfraktionen zu unseren Forderungen bekennt, kommt zwar unerwartet, ist aber durchaus erfreulich." Nach Lindners Ansicht die wichtigsten Punkte: Gleiche Dauer und gleiche Bezahlung.=

Von der Bundesheerreformkommission sei beschlossen worden, den Präsenzdienst auf sechs Monate und den Zivildienst "adäquat" zu verkürzen. "Davon, dass 'adäquat' nur heißen kann, dass Zivil- und Präsenzdienst gleich lang dauern, muss Fuhrmann ihre ParteikollegInnen, allen voran Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, aber noch überzeugen", sagt Lindner.

Das Thema der miserablen Bezahlung der Zivildiener hat die ÖGJ bereits vor Jahren aufgegriffen. Zur Erinnerung: Während Präsenzdiener in den Kasernen voll verköstigt werden, ist mit dem Verpflegungsgeld, das die Zivildienst-Leistenden erhalten, eine gesunde und ausgewogene Ernährung kaum möglich. Lindner: "Daher ist dringend notwendig, dass die Höhe des Verpflegungsgeldes wieder gesetzlich geregelt wird - und zwar einheitlich für alle Zivildiener."(fk)

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ÖGB, 5. Juli 2004 Nr. 487

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