SPÖ-Frauen reagieren auf Initiativlosigkeit der Außenministerin im Sudan-Konflikt

Bayr, Stadlbauer setzen "Sudan-Schwerpunkt": Zusammenarbeit der SPÖ-Frauen mit Hilfsorganisationen

Wien(SK) Ausgelöst durch die "Initiativlosigkeit" der Außenministerin und an ihre eigene Tradition - bei humanitären Krisen helfend einzugreifen - anknüpfend, luden die SPÖ-Frauen am Montag Fachleute von zahlreichen Hilfsorganisationen zu einem "Runden Tisch über die Situation im Sudan" ein. "Eine Million Flüchtlinge, 10.000 Getötete und knapp zwei Millionen Menschen, die laut UNO-Angaben von Ende Mai innerhalb kürzester Zeit vom Konflikt im Sudan massiv betroffen waren, und die Außenministerin tut nichts", machten SPÖ-Frauensekretärin Bettina Stadlbauer und die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, Petra Bayr auf die "unglaubliche menschliche Tragödie aufmerksam", die an Ferrero-Waldner bislang "anscheinend vorbei gegangen ist". Mit ihrer Initiative wollen die SPÖ-Frauen "Hilfsprojekte publik machen, Ressourcen bündeln und so optimal helfen", erklärte Stadlbauer.****

So sehr die Fachleute der Hilfsorganisationen die Initiative von Bayr und Stadlbauer begrüßten - und das mit ihrer Anwesenheit dokumentierten - so stand doch die Frage im Raum, warum eine derartige Initiative nicht vom Außenministerium ausgehe. Bayr wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Parlament mittels eines Vier-Parteien-Antrags Druck auf die Außenministerin ausüben werde, gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen in den Darfur-Provinzen im Sudan rasch zu handeln.

"Wir werden alles in unseren Möglichkeiten Stehende tun, um helfend einzugreifen, um Spenden zu sammeln, über die Situation im Sudan zu informieren und die Leute und Medien dafür zu sensibilisieren", betonte Stadlbauer - und stellte den Hilfsorganisationen zu diesem Zweck "natürlich auch" das nationale und internationale Netzwerk der SPÖ-Frauen zur Verfügung. Eine "intensive Zusammenarbeit" wünschten sich Stadlbauer und Bayr in dieser Hinsicht mit der "Sudan-Plattform", die ebenfalls am "Runden Tisch" vertreten war. Die SPÖ-Entwicklungssprecherin forderte zudem dazu auf und bot an, sich bei Problemen bei der Visums-Beschaffung für den Sudan an sie zu wenden.

Bestärkt fühlten sich Stadlbauer und Bayr durch die Experten und Expertinnen in ihrer Forderung nach einem eigenen Budget für die Nothilfe bei Katastrophen und Krisen. "Wir haben die Außenministerin darauf bereits mehrmals angesprochen, bislang aber noch keine konkrete Antwort darauf bekommen", merkte Bayr dazu an. Ähnlich trist sei die Aussicht auf Erfolg, sprich Umsetzung durch die Regierung bei der SPÖ-Forderung nach einer eigenen Anlaufstelle für die Hilfsorganisationen, wo Gelder für Nothilfe angefordert werden können. "Derzeit fühlt sich kein einziges Ministerium dafür zuständig, und man wird von einem zum anderen verwiesen", klagte eine Vertreterin der Hilfsorganisationen. (Schluss) lm

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