Offene Fragen die dringend zu klären sind!

Zu der tragischen Situation wegen der Legionellenkrankheit am Klagenfurter Campingplatz, welche mittlerweile schon ein Todesopfer gefordert hat, gibt es einige offene Fragen, die dringend einer Klärung bedürfen, sagten heute der freiheitliche Stadtrat Christian Scheider und der freiheitliche Gesundheitssprecher Dr. Gerhard Stingl.

Zum Ersten ist die Frage zu stellen, warum die Duschanlagen, welche eindeutig der Ausgangspunkt der Legionellen sind, nicht sofort geschlossen wurden und warum es voreilig, seitens von Gesundheitsstadträtin Mathiaschitz, Entwarnung gegeben hat?

ORF am 29.06.2004 Mathiaschitz: "Ich kann Entwarnung geben. Ein neuerliches Auftreten der Legionellen am Campingplatz ist auszuschließen, wir führen laufend Kontrollen durch".
ORF am 30.06.2004 Mathiaschitz: "Jetzt sind die Duschen keimfrei".

Diese Aussagen bestätigten, dass die Gesundheitsstadträtin eine 100 %ige Entwarnung gegeben hat und dass laut Mathiaschitz die Duschanlagen keimfrei sind und keine Gefahr bestünde.

Als der tragische Todesfall bekannt wurde, hat die Gesundheitsstadträtin auf einmal vier Tage später die Entwarnung zurückgenommen war wieder anderer Meinung und meinte die Anlage sei plötzlich technisch nicht in Ordnung.

APA am 04.07.2004 Mathiaschitz: "Wir haben zweimal thermisch desinfiziert und chloriert und dann in Absprache mit der Legionellen - Zentrale entschieden, dass keine Legionellen vorhanden sein können. Die Anlage dürfte allerdings technisch nicht in Ordnung sein".

· Hätte man seitens des Gesundheitsamtes nicht schon vorher

Prüfungen einleiten und Kontrollen anordnen können, um etwaigen Vorfällen vorbeugen zu können?
Vor allem weil man ja wissen hätte müssen, dass an besonders exponierten Stellen wie zum Beispiel Campingplätzen oder Schulen die Entstehung einer Besiedelungen mit Legionellenkeimen besonders hoch ist, da hier für viele Monate keine Wasserzirkulation stattfindet. · Sind die Wasseranlagen am Campingplatz vor der neuerlichen Inbetriebnahme seitens des Gesundheitsamtes einer entsprechenden Legionellenvorsorge unterzogen worden?
· Wie oft werden Wasserproben von exponierten Einrichtungen, wo der Campingplatz eindeutig dazu gehört, eingefordert und anschließend auf Legionellenbefall untersucht?

· Wer erteilt die Auflagen und wer führt die Kontrollen durch? Ist das eine reine Bringschuld der Anlagenbetreiber?

Darüber hinaus ist auch zu klären, ob alle in Betracht kommenden Personen, welche am Campingplatz zu der betreffenden Zeit urlaubten seitens des Gesundheitsamtes informiert worden sind und aufgefordert wurden ärztliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Weiters fordern wir die Gesundheitsstadträtin auf als Sofortmaßnahme zu veranlassen, dass alle vergleichbaren Anlagen (Schulen, Kindergärten, Alten- und Pflegeheime etc.…) sofort kontrolliert werden, schlossen der freiheitliche Stadtrat Christian Scheider und der freiheitliche Gesundheitssprecher Dr. Gerhard Stingl.

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