Apotheken ermöglichen Generika-Anstieg in Wien

Hunderttausende Generika in Wiens Apotheken auf Lager - Wiener Apothekerkammer weist ungerechtfertigte Vorwürfe der WGKK scharf zurück

Wien (OTS) - Apotheken sind Pioniere im Einsatz von Generika.
"Heute hat jede Wiener Apotheke durchschnittlich 1.000 Medikamentenpackungen mehr auf Lager als noch vor zwei Jahren. Bei den zusätzlichen Arzneimitteln handelt es sich vor allem um Generika, also preisgünstige Imitate von Originalmedikamenten," betont Heinrich Burggasser, Präsident der Wiener Apothekerkammer. Vor allem diese Vorsorgemaßnahme, so Burggasser, habe den Anstieg des Generika-Anteils in Wien von 24 Prozent im ersten Quartal 2003 auf 42 Prozent im Vergleichsquartal 2004 möglich gemacht.

Mit dieser Klarstellung tritt Burggasser einer Behauptung der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) entgegen, wonach viele Apotheken in Wien bestimmte Generika nicht auf Lager hätten. Burggasser: "Diese Unterstellung weise ich auf Schärfste zurück." Die WGKK, so der Wiener Präsident der Apothekerkammer, scheine da etwas Grundlegendes zu verwechseln. Sollte ein Generikum in der Apotheke einmal nicht lagernd sein, dann oftmals deshalb, weil die Industrie es nicht liefern könne.

Alle am Markt befindlichen Arzneimittel auf Lager zu haben würde bedeuten, dass viele davon ungenutzt ablaufen und vernichtet werden müssen. Das würde einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen. Sollte doch der Fall eintreten, dass ein Patient ein nichtlagerndes Arzneimittel benötigt, dann können Apotheken innerhalb weniger Stunden blitzartig das gewünschte Medikament besorgen. Und wem sogar das zu langwierig erscheint, für den schlägt die Apothekerkammer vor, nicht lagernde Generika durch gleichwertige Generika zu ersetzen. Max Wellan, Vizepräsident der Wiener Apothekerkammer: "Natürlich nur mit Einverständnis der Patienten und ohne Mehrkosten für die Krankenkassen."

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