SJÖ: Gleiches Recht für alle!

Zivildienst muss auf 6 Monate verkürzt werden

Wien (OTS) - Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), begrüßt die angekündigte Reformkonferenz für den Zivildienst, fordert die SJ doch schon seit Einberufung der Bundesheerreformkommission eine solche. Kollross fordert allerdings eine Verkürzung des Zivildienstes auf 6 Monate ohne "wenn und aber". "Zivil- und Wehrdiener müssen endlich gleichgestellt werden. Die Ungleichheit beider Zwangsdienste muss aufgehoben werden", so Kollross am Montag.

Dass allerdings jemand, der am meisten von der "Billigarbeitskraft Zivildiener" profitiert, den Vorsitz dieser Kommission übernimmt, ist wie den Bock zum Gärtner zu machen. Auch sonst hat sich der Präsident des Roten Kreuzes nicht immer mit fortschrittlichen Positionen in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet, wenn wir uns zum Beispiel die Einführung eines Sozialdienstes für Frauen in Erinnerung rufen. Wenn das der Grundtenor der Reformkonferenz ist, dann hat sie ihren Wert schon vor Beginn verloren, so Kollross.

Kollross ist auch der Meinung, dass es einige Punkte gibt, die ohne Konferenz sofort behoben werden können: "Das derzeitige Verpflegungsgeld für Zivildiener muss auf mehr als das Doppelte angehoben werden, denn 5,40 Euro täglich reichen bei weitem nicht zum Leben aus. Hier muss sich das Innenministerium seiner Verantwortung stellen, oder der Innenminister soll einmal vorleben wie er wochen-und monatelang mit täglich 5,40 Euro sich verpflegt. Mensch sollte immer mit gutem Beispiel voran gehen."

Kollross merkt abschließend an, dass groß angekündigte Reformkonferenzen alleine keine Garantie für eine sinnvolle und gerechte Reform sind: "Die Bundesheer-Reformkommission hat sich als Militarisierungs-Wunschzettel der Generäle entpuppt. So kann es durchaus passieren, dass diesmal nur die Hilfsorganisationen ihre Anliegen durchsetzen. Ein primäres Ziel muss aber sein, die prekäre Existenzsituation von Zivildienern zu verbessern. Insofern müssen auch Vertreter der Zivildiener in entsprechender Anzahl an dieser Konferenz beteiligt sein. Alles andere ist reine Augenauswischerei."

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