"Essen ohne Käfig": Neue Initiative will freiwilligen Verzicht auf Eier aus Käfighaltung

Verbraucher, Hersteller, Gastronomie und Handel sollen freiwillig auf Käfig-Eier verzichten

Wien/Henndorf (OTS) - Auf Gut Aiderbichl, dem "Tier-Paradies" Michael Aufhausers, heben heute prominente Unterstützer die neue Initiative "Essen ohne Käfig" aus der Taufe: Neben Michael Aufhauser, Hausherr auf Gut Aiderbichl und Initiator von "Essen ohne Käfig", stehen unter anderem Uschi Glas, Karl Moik, Hans Clarin und Gerhard Lippert Pate für die neue Initiative. Diese hat sich das Ziel gesetzt, Verbraucher, Gastronomie, Lebensmittelhersteller und Handel zum freiwilligen Verzicht auf Käfig-Eier zu motivieren. Ein Kontrollzeichen für Produkte, aber auch für Restaurants und Großküchen soll den Konsumenten darüber informieren, wer mit gutem Beispiel voran geht und keine Käfig-Eier mehr verwendet.

"Die Haltung von Legehennen im Käfig ist Tierquälerei", erklärte Uschi Glas bei der Vorstellung des neuen Projektes. "Tiere sind Mitgeschöpfe, sie sollen in Würde leben dürfen. Unsere Politiker in der EU sind aufgefordert, Produkte aus tierquälerischer Haltung erst gar nicht auf den Markt kommen zu lassen."

"Essen ohne Käfig" ist für Uschi Glas daher ein vorbildliches Projekt: "Ein großes Kompliment an alle, die da mitmachen! Es macht mich froh, wenn ich z. B. in einem Restaurant auf der Speisekarte erkennen kann, dass die verwendeten Lebensmittel aus verantwortungsbewusster Tierhaltung stammen. Dies ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verantwortung und Ehrlichkeit und spricht sehr für den jeweiligen Restaurantbesitzer. Ich hoffe, dass immer mehr bei dieser Initiative mitziehen."

Neues Kontrollzeichen gibt den Konsumenten Sicherheit

"Kontrolliert: Essen ohne Käfig" - ab sofort sollen Verbraucher das neue Kontrollzeichen verstärkt bei Restaurants und Großküchen, aber auch auf Lebensmitteln wie z. B. Nudeln, Mayonnaise oder Süßspeisen lesen können. Die Initiative wird in den nächsten Wochen und Monaten Lebensmittelhersteller, Gastronomen und Lebensmittelhandel in ganz Österreich dazu motivieren, auf die Verwendung von Käfig-Eiern zu verzichten und auf Eier aus artgerechter Tierhaltung umzustellen.

"Rund drei Fünftel aller derzeit in Österreich verkauften oder verarbeiteten Eier - mehr als eine Milliarde Stück pro Jahr - stammen nach wie vor aus der Käfighaltung", weiß Michael Aufhauser. "Diese Form der Tierhaltung ist jedoch Ausdruck eines veralteten, längst überholten Denkens und läuft den Bedürfnissen und Verhaltens--weisen der Hühner, aber auch den ökonomischen Interessen der Bauern völlig zuwider."

Nach Verbot der Käfighaltung ist Verzicht auf Käfig-Eier logische Konsequenz

Das neue Tierschutzgesetz verbietet in Österreich ab 2009 die Hühnerhaltung in Legebatterien. Ohne den Verzicht auf Kauf oder Verarbeitung von Eiern aus Käfighaltung ist das neue Gesetz aber nur die Hälfte wert. "Das neue Gesetz ist ein beachtlicher Schritt in die richtige Richtung", lobt Michael Aufhauser. "Aber es verbietet nur die Käfighaltung, nicht den Verkauf oder die Verwendung von Käfig-Eiern."

"Um zu verhindern, dass nun Käfig-Eier aus dem Ausland den österreichischen Markt überfluten, rufen wir gemeinsam mit allen verantwortungsbewussten Unternehmen und Konsumenten zum freiwilligen Verzicht auf. Es ist jetzt die Zeit gekommen, dass Lebensmittelhersteller, Restaurants, Handel und Verbraucher selber ein Zeichen setzen und damit ausdrücken, dass sie keine Eier aus Käfigen wünschen", appelliert Michael Aufhauser. "’Essen ohne Käfig’ gibt ihnen die Möglichkeit dazu."

Die Alternative zur qualvollen Käfighaltung ist klar und bestens erprobt: Eier aus Freilandhaltung sind nicht nur die artgerechte und naturnahe Alternative; die Freilandhaltung bringt auch qualitativ hochwertigere Lebensmittel hervor.

"Wir wünschen uns, dass unsere Initiative einen Schub beim verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und Lebensmitteln auslöst:
’Essen ohne Käfig’ gibt Herstellern und Verbrauchern die Möglichkeit, sich als Menschen zu identifizieren, die keine Produkte aus tierquälerischer Haltung akzeptieren. Ich hoffe, dass sich möglichst viele diesem Projekt anschließen!", setzt Aufhauser auf tatkräftige Unterstützung durch die heimische Lebensmittelindustrie und Gastronomie.

Unterstützung für Bauern

Nach dem Verbot der Käfighaltung durch das Tierschutzgesetz gelte es auch, die heimischen Bauern aktiv zu unterstützen, so Aufhauser. Denn: "Mit dem Aus für den Käfig ist Österreich Vorreiter innerhalb der EU. Der bewusste Kauf bzw. die verstärkte Verwendung von Eiern aus heimischer Freilandhaltung trägt also auch unmittelbar zur Absicherung unserer Bauern bei."

Neben Konsumenten und Wirtschaft sei aber auch die Politik gefragt: "Die Bauern müssen beim raschen Umstieg auf die artgerechte Legehennenhaltung unterstützt und gefördert werden," erklärt Aufhauser.

Die neue Initiative und ihr Zeichen

"Essen ohne Käfig" ist eine unabhängige Plattform mit dem Ziel, mit Hilfe von positiven Beispiele und Stellungnahmen der artgerechten, naturnahen und qualitativ hochwertigen Tierhaltung, insbesondere im Legehennenbereich, zum Durchbruch zu verhelfen.

Das neue Kontrollzeichen kann sowohl für Produkte, als auch für ganze Betriebe wie z.B. Restaurants, Kantinen oder Großküchen verwendet werden. Unternehmen und Betriebe, die das Zeichen führen wollen, verpflichten sich dazu, auf die Verwendung von Käfig-Eiern zu verzichten und ausschließlich Eier oder Eiprodukte aus artgerechter heimischer Tierhaltung zu verwenden. Die regelmäßige Überprüfung des Betriebes durch eine unabhängige Kontrollstelle ist Voraussetzung für die Vergabe des Zeichens.

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Florian Faber
Essen ohne Käfig
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