Happy Birthday: Gewerbliche/-r Buchhalter/-in - ein Beruf wurde fünf Jahre jung

Interessenvertretung lud zum 3. Buchhalter-Kongress - Der stand ganz im Zeichen der ersten fünf Jahre des Berufes "Gewerbliche/-r Buchhalter/-in"

Wien (PWK471) - Seit 1. Juli 1999 gibt es in Österreich wieder den Beruf des Gewerblichen Buchhalters. Und heuer bereits zum dritten Mal hatte der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich die Angehörigen des neuen Unternehmerstandes zum Buchhalter-Kongress nach Wien eingeladen. Die Gewerblichen Buchhalter sind innerhalb des Fachverbandes UBIT als eigene Berufsgruppe organisiert.

Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), überbrachte die Glückwünsche der österreichischen Wirtschaft zum fünften Geburtstag des Berufsstandes "Gewerbliche/-r Buchhalter/-in" und versicherte die österreichischen Buchhalter der uneingeschränkten weiteren Unterstützung der Wirtschaftskammer. Durch die von der Interessenvertretung erwirkte Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs auf ersatzlose Streichung der Obergrenzen für die Tätigkeit der Gewerblichen Buchhalter werde nicht nur eine ungerechtfertigte Einschränkung der Erwerbsfreiheit beseitigt, sondern auch großen Unternehmen die Möglichkeit gegeben, die professionellen Dienstleistungen der Gewerblichen Buchhalter zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Andreas Stadler, Berufsgruppenobmann der Gewerblichen Buchhalter, konnte eine beeindruckende Bilanz über die ersten fünf Jahres des Berufsstandes ziehen: "Nach diesem halben Jahrzehnt sind heute 2400 Gewerbliche Buchhaltungsunternehmen in Österreich tätig, die einen wichtigen Beitrag insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe leisten. Aufgrund der Öffnung des Marktes für den Wettbewerb können österreichische Unternehmen durch die Vergabe der Buchhaltung, der Lohnverrechnung und ähnlicher Dienstleistungen an professionelle Unternehmen bis zu 25 Prozent der einschlägigen Kosten - verglichen mit dem Zustand vor 1999 - sparen." Zudem bringt der Einsatz der Fachleute zusätzliche Qualität im Rechnungswesen.

Othmar Karas, Abgeordneter zum Europaparlament, referierte über die Bestrebungen der Europäischen Union, im Rahmen des Lissabon-Prozesses zur verbesserten Dienstleistungsfreiheit im Binnenmarkt zu gelangen:
"Der gerechte und faire Wettbewerb aller Marktteilnehmer im Binnenmarkt ist unser Auftrag und unsere Chance. Die österreichischen Buchhalter zeigen mit ihren Bemühungen für Marktöffnung und Transparenz den Weg vor."

Friedrich Bock, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie, kündigte die weitere konsequente Verfolgung der Öffnungs- und Liberalisierungspolitik für unternehmensbezogene Dienstleistungen an, die zu einer restlosen Beseitigung der noch bestehenden Marktverzerrungen aufgrund veralteter Vorbehaltsrechte führen müsse. "Die rechtlichen Rahmenbedingungen für wissensbasierte Dienstleistungen hinken in Österreich der tatsächlichen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung um mindestens ein Jahrzehnt hinterher. Im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft müssen diese ehebaldigst angepasst werden", forderte er. (JR)

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