Industriellenvereinigung mit neuem operativen Führungsteam - Markus Beyrer neuer Generalsekretär

IV-Präsident Sorger erneuert Bereitschaft zur tabulosen zukunftsorientierten Diskussion

Wien (PDI) - Das neue operative Führungsteam der Industriellenvereinigung (IV) ist komplett: Mit Mag. Markus Beyrer (38), bisher Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich, präsentierte IV-Präsident Dr. Veit Sorger den neuen Generalsekretär der IV. "Markus Beyrer verfügt über exzellentes politisches und ökonomisches Know-how sowie europäische Erfahrung. Sein Profil passt optimal zu Aufgabenstellung und Team der Industriellenvereinigung. Mit ihm gewinnt die Industriellenvereinigung zusätzliche politische Umsetzungskraft und darüber hinaus wirtschafts- und europapolitische Expertise. Auch die Kenntnis der Sozialpartnerschaft war für die Auswahl mitentscheidend." Neben Markus Beyrer waren am Podium Generalsekretär-Stellvertreter Mag. Peter Koren und der neue IV-Chefökonom, Dr. Christian Helmenstein, der seine Position am 1. September antritt, vertreten.

Die Industriellenvereinigung präsentierte darüber hinaus Kernaussagen eines von der IV in Auftrag gegebenen Zukunftsbarometers, die beweisen, dass die "inhaltlichen Arbeiten und Umsetzungsprojekte" der IV "auf dem richtigen Weg" sind, betonte Sorger. Gesellschaftlich werde sich in den nächsten zehn Jahren der Wertwandel beschleunigen, wobei die alternde Gesellschaft der zentrale Treiber der Entwicklung sei. In der Wirtschaft nehme auf den übersättigten und global vernetzten Märkten der Standort-Wettbewerb zu. Als besonderen Aspekt strich Sorger die Energie-Versorgung und die Versorgungs-Sicherheit heraus. Diesem Thema werde sich die Industriellenvereinigung ab nun besonders intensiv annehmen.

Innovation und Bildung seien als entscheidende Wettbewerbsfaktoren der Wissensgesellschaft eng miteinander verzahnt. "Wettbewerb der Zukunft bedeutet auch Wettbewerb der Bildung", betonte Sorger. Um diesen zu bestehen werden weitere Reform-Hebel sowohl in der Grundschule wie auch im höheren Bildungsbereich angesetzt werden müssen. "Lebensmittel" der alternden Gesellschaft werde noch mehr das Lebenslange Lernen.

Was den Arbeitsmarkt betreffe, werden sich die Entwicklung zur Wissensgesellschaft, Globalisierung, demografische Entwicklung und Wertewandel besonders auswirken. "Der Wunsch nach höherer Lebensqualität und besserer Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf werden sich auf den Arbeitsmarkt deutlich auswirken" Im Jahr 2013 erreich die Zahl der Erwerbsfähigen mit 5,13 Mio. Menschen in Österreich ein Maximum, wird aber ab dann deutlich sinken, sodass ab 2050 nur mehr die Hälfte der Bevölkerung zum Erwerbspotenzial zählen wird. In der Arbeitswelt von morgen dominieren flexible und bedarfsorientierte Beschäftigungsmodelle. "Mit dem Schwerpunkt "Zukunft der Beschäftigung" der Bereiche Gesellschaftspolitik und Sozialpolitik geht die Industriellenvereinigung proaktiv in einen offenen Dialog mit allen relevanten Stakeholdern, um den Arbeitsmarkt an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen", so Sorger," Wir brauchen überall neue Modelle. Nicht nur bei der Arbeitszeit."

Einen besonderen Akzent legte der IV-Präsident neben der ökonomischen auf die gesellschaftliche Zukunft. Die IV bekenne sich zur Nachhaltigkeit und zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen: "Nachhaltigkeit geht alle an. Das Konzept ist eine Vision und Aufgabe für die Gesellschaft: Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bürgerinnen und Bürger sind gleichermaßen herausgefordert. "Corporate Social Responsibility" -Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen - ist nichts anderes als der unternehmensseitige Teil dieser Herausforderung."

Die Industrie ist bereit, eine in allen Richtungen offene und tabulose zukunftsorientierte Diskussion zu führen. Für das Thema Arbeitszeit heißt das vor allem Flexibilisierung, kann also bedeuten:
unterschiedliche Jahresarbeitszeitmodelle, Teilzeitmodelle (unterschiedliche Anzahl an Wochenstunden und/oder Arbeitstagen) in allen hierarchischen Ebenen und für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer(nicht nur für Mütter), innovative Gleitzeitmodelle, variable maximal erlaubte Tagesarbeitszeit, Flexibilisierung des Arbeitsplatzes (Teleworking), aber auch differenzierte Modelle der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, neue Modelle bei arbeits- und familienadäquaten Kinderbetreuungseinrichtungen, höhere Flexibilität der Ämter und Behörden, der Schulen und Ausbildungseinrichtungen usw.

Eine solche zukunftsorientierte Diskussion ist schon deshalb notwendig, weil sie nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa geführt wird und zu führen ist. Das Benchmarking dieser europäischen Entwicklung sowie das Steuern der gesamten IV-Arbeit, sodass wir in dieser europäischen Diskussion und Beschlussfassung ein Spieler bleiben, obliege dem Büro Brüssel. "Nur so können wir übrigens die meisten unserer österreichischen Anliegen für unsere Mitglieder positiv erledigen", unterstrich Sorger abschließend.

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