Bein gerettet: Irina aus Minsk feiert 10. Geburtstag

AUVA-Unfallkrankenhaus Meidling übernimmt Behandlungskosten

Wien (OTS) - Irina Ilyna aus Minsk feiert in Wien zuversichtlich ihren 10. Geburtstag. Dank der Behandlung im AUVA-Unfallkrankenhaus Meidling bleibt ihr rechtes Bein erhalten und sie wird wieder ihren Lieblingsbeschäftigungen Klavierspielen und Reiten nachgehen können. Anfang April 2004 hatte ein Autobus das Kind auf dem Weg zum Klavierunterricht niedergestoßen und mitgeschleift. Die Ärzte in Minsk sahen nur eine Chance, zu amputieren: rund ein Drittel der Muskeln des Beins waren von den Knochen getrennt, die Haut abgeschabt, das Kniegelenk lag offen. Über Vermittlung des Malteser Hospitaldienst Austria kam Irina am 25. April nach Wien ins Meidlinger Unfallkrankenhaus der AUVA. Univ. Doz. Dr. Werner Girsch, Oberarzt Dr. Georg Ittner und sein Team konnten mit insgesamt sechs operativen Eingriffen das Ärgste verhüten. Die Wunden verheilen gut, Irina ist seit Anfang Juni in häuslicher Pflege und hat Ende Juni bereits ihr erstes Klavierkonzert in der Musikschule gegeben.

Fröhlich blinzeln Irinas dunkle Augen nach dem - immer noch schmerzhaften - Verbandswechsel. Die Schiene wurde abgenommen und die Physiotherapie beginnt. Ein Wienerisches "Autsch" rutscht über die Lippen als ihr Oberarzt Dr. Georg Ittner Übungen zur Mobilisierung des Kniegelenks zeigt. Er funktioniert das elastische Band um ihren Fußballen in ein Zügelpaar um und schon geht es viel besser. Mama Tatjana versucht ihre jüngere Tochter so gut es geht zu unterstützen. Irina ist eine Ausnahmeerscheinung: sehr gut in der Schule - sie darf in die nächste Klasse aufsteigen -, musisch talentiert und trotz der schweren Verletzungen an Bauch und Bein kooperativ, fröhlich und zuversichtlich. Dass sie seit einem Monat wieder Klavierspielen kann, hat neue Lebenskraft gebracht.

Oberarzt Dr. Georg Ittner freut sich mit seiner Patientin und ihrer Familie. Das Ärgste ist zwar vorüber, aber eine Operation in Österreich ist noch notwendig: da auch die Nervenverbindung zwischen Oberschenkel und Fuß getrennt wurde, soll Anfang August eine Nerventransplantation (nervus peronäus) das selbstständige Anwinkeln des Fußes erreichen. Ab Ende August wird aus medizinischer Sicht einer Rückkehr nach Minsk nichts mehr im Wege stehen. Dr. Ittner:" Unser Augenmerk galt zuerst der Vermeidung von Infektionen und der drohenden Beinamputation. Weiters wollten wir eine möglichst große Bewegungsfreiheit zu erreichen. Dies ist uns auch dank der guten Vorarbeit der Kollegen in Minsk gelungen. Maßgeblich dazu beigetragen haben Irinas gute Konstitution, modernstes Verbandsmaterial, das den Heilungsprozess beschleunigt ("Wundmanagement"), und die Betreuung durch unser Ernährungsteam, das entsprechende Aufbaunahrung zur Kräftigung während der Zeit der Ruhigstellung zusammengestellt hat."

Die Auswirkungen der schweren Verletzungen werden Irina ihr Leben lang begleiten: das rechte Bein wird nie mehr so aussehen wie vor dem Unfall. Allerdings ihre Herzenswünsche, Klavier zu spielen und wieder auf einem Pferd zu sitzen, wird sie sich erfüllen können. Dank ihrer Einstellung und dem Halt in der Familie sind die Ärzte zuversichtlich, dass Irina das Leben mit einer Behinderung meistern kann.

Die Kosten für die komplette Behandlung im Unfallkrankenhaus Meidling übernimmt die AUVA. Sie werden bis Ende August 2004 rund 23.000 Euro betragen.

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