Rasche Hilfe für Unwettergeschädigte in Selesen

Bundesheerpioniere errichteten Behelfsbrücke auf Initiative von LH Haider - 150.000 Euro Schaden durch Windwurf

Klagenfurt (LPD) - Rasche Hilfe gab es für die Bewohner der von
den schweren Unwettern der Vorwoche gezeichneten Ortschaft Selesen bei Brückl. Rund 40 Soldaten des Villacher Pionierbataillons 1 haben auf Initiative von Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Jörg Haider eine Behelfsbrücke über die Gurk errichtet, die heute, Sonntag, freigegeben wurde. Damit kann mit dem dringend notwendigen Abtransport von Schadholz im von Borkenkäferbefall bedrohten Nutzwald begonnen werden.

Bereits bei einem Lokalaugenschein am Mittwoch hatten die betroffenen Waldbesitzer dem Landeshauptmann ihre schwierige Situation geschildert. 15 Hektar Wald seien durch den Sturm insgesamt zerstört worden, die Holz-Aufarbeitung müsse nun rasch erfolgen, da Borkenkäferbefall drohe. Die bestehende Brücke über die Gurk sei allerdings auf die Gewichtsbelastung von 16 Tonnen beschränkt und daher nicht geeignet, um größere Mengen abzutransportieren, erklärten die Betroffenen. Haider hatte damals rasche Hilfe veranlasst und sofort über das Militärkommando Kärnten Bundesheerpioniere zum Hilfseinsatz angefordert. Weiters hatte er eine genaue Schadensfeststellung durch die Bezirkshauptmannschaft St. Veit/Glan sowie Schadensabgeltungen über das Nothilfswerk bzw. den Katastrophenfonds angekündigt.

Die Schadenskommission der Bezirkshauptmannschaft stellte mittlerweile fest, dass durch Windwurf im Nutzwald Schäden in Höhe von 150.000 Euro entstanden sind. Durch Hangrutschungen sind weiters Wiesen und Wege vermurrt worden, hierbei liegt die Schadenshöhe bei rund 15.000 Euro.

Von den Bundesheerpionieren wurde nunmehr eine sogenannte "Bailey-Brücke" aus dem Bestand des Landes Kärnten direkt über die alte Brücke gelegt. Die Konstruktion aus Stahlträgern und Holz ist 33 Meter lang, 4,8 Meter breit und hält einer maximalen Gewichtsbelastung von 35 Tonnen stand. Das Einsatzteam unter Oberleutnant Christian Preiml benötigte dafür drei Tage Bauzeit inklusive Planung. Bei der heutigen Freigabe der Brücke in Selesen waren neben dem Landeshauptmann auch Kärntens Militärkommandant Generalmajor Gerd Ebner und der Brückler Bürgermeister Wolfgang Schaller anwesend. Unisono strichen sie die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Land, Bezirkshauptmannschaft, Gemeinde und Bundesheer hervor.
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