- 03.07.2004, 12:21:59
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ÖAAB-Generalsekretär erteilt einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit klare Absage
ÖVP-Bundesparteivorstand soll Klarheit schaffen
Wien (OTS) - "Eine Ausweitung der Wochenarbeitszeit wird
sicherlich nicht die Zustimmung des ÖAAB finden, weil aus unserer
Sicht die derzeitige Gesetzeslage ausreichend Möglichkeit zur
flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit bietet. Im übrigen ist es vor
allem Aufgabe der Sozialpartner, sich mit dieser Thematik auseinander
zu setzen", sagte heute, Samstag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR
Werner Amon. Dieses Thema, das ursprünglich vom Präsidenten der IV in
Umlauf gebracht wurde, sei bestens dazu geeignet, um Wähler zu
vertreiben. ****
Amon wies darauf hin, dass für die Wirtschaft vor allem im Rahmen
der Steuerreform 2005 ein großes Paket zur nachhaltigen
Standortabsicherung geschnürt wurde. "Die Unternehmen müssen nun
beweisen, dass sie auch die dementsprechende Gegenleistung erbringen
können, wie sie sie im Falle der Senkung der Körperschaftssteuer auf
25 Prozent versprochen hatten", stellte Amon klar. Es sei aber mehr
als unseriös jetzt schon wieder über angebliche Standortnachteile zu
diskutieren, wenn die Auswirkungen der Steuersenkung für die
Unternehmen noch gar nicht spürbar seien.
Vielmehr mehr müssten nun die Unternehmen ihre Bereitschaft zur
Flexibilität unter Beweis stellen. "Wir werden sehen, wie sehr die
Unternehmen nun das Recht auf Elternteilzeit mit Leben erfüllen. Die
Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss auch im Interesse
der Unternehmen stellt werden", erklärte der ÖAAB-Generalsekretär.
Derzeit gebe es ein vergrößertes Teilzeitangebot, vorwiegend in jenen
Branchen, wo die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwar länger
Arbeiten wollen, die Unternehmen aber aus Kostengründen auf die
Teilzeitanstellungen zurückgreifen, wie dies zum Beispiel im Handel
der Fall seien. Zum Thema Flexibilisierung der Arbeitszeiten gehöre
aber auch die Frage nach Bildungskarenzen oder aber auch Sabbaticals
im Sinne von Lebensarbeitszeitmodellen.
Allgemein stellte Amon fest, dass diese Thematik eine
innerparteiliche Klärung und Positionierung bedarf. "Ich rege daher
an, dieses Thema im nächsten ÖVP-Bundesparteivorstand zu besprechen,
um die ÖVP-Position, dass eine Ausweitung der Wochenarbeitszeit nicht
in Frage kommt, deutlich zu machen" ,schloss Amon.
OTS0024 2004-07-03/12:21
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