Stellungnahme des Vorsitzenden des Aufsichtsrates und des Vorstandes der IAKW-AG vom 2. Juli 2004 zum Bericht der Zeitschrift "FORMAT" Nr. 27/04 - Überschrift "Grassers Spesen-Center"

Wien (OTS) - Der Autor des oa Berichtes Herr Ashwien Sankholkar
hat telefonisch den Aufsichtsratsvorsitzenden der IAKW-AG Herrn Wolf Hanke sowie den Vorstand der IAKW-AG Herrn Thomas Rupperti kontaktiert. Beiden Herren teilte er mit, dass der Zeitschrift "FORMAT" Auszüge aus dem vertraulichen Rohbericht des Rechnungshofes über die Gebarungen der IAKW-AG vorliegen und des weiteren die Zeitschrift "FORMAT" im Besitz von vertraulichen Protokollen div. Aufsichtsrats- und Hauptversammlungen ist.

Die mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand geführten Telefongespräche entsprechen nicht dem Inhalt des "Format-Berichtes Grassers-Spesen-Center" aus dem "Format" 27/04.

Mehrere Hauptthemen werden in diesem Bericht angesprochen:

1. "Der Vorstand Thomas Rupperti "steht derzeit mächtig unter Druck. Der 55jährige Alleinvorstand des Austria Center Vienna wurde in den vergangenen Monaten von zwei Rechnungshofbeamten regelrecht gequält."

Wahr ist: Herr Rupperti steht wenn überhaupt aus Gründen der wirtschaftlichen Unternehmensprosperität unter Druck und zweitens wurde er von keinem Beamten des Rechnungshofes gequält.

2. Homepage

Die Homepage wurde im Frühjahr des Jahres 2003 ausgeschrieben. Vier österreichische Unternehmen wurden von einer aus Mitarbeitern des Unternehmens zusammengesetzten Jury zur Präsentation eingeladen und begutachtet. Alle Mitglieder dieser Jury bewerteten nach einer Kriterienvorgabe die Ergebnisse der Präsentation und entschieden sich einstimmig, den Auftrag zur Neugestaltung der Homepage des ACV an die Firma Martrix, Dr. Hochegger GmbH zu vergeben. Auftragssumme: EUR 29.000,--, netto. Im Rohbericht des Rechnungshofes ist die Homepage oder die Vergabeprozedur für die Homepage des ACV mit keinem Wort erwähnt.

3. Vorstandsbestellung

Als Ergebnis einer vom Aufsichtsrat beauftragten Unternehmensprüfung der IAKW-AG durch PriceWaterhouse- Coopers GmbH wurde im Sommer 2002 vom gesamten Aufsichtsrat der IAKW-AG beschlossen: Aus Gründen des nahenden Vertragsendes des Vorstandes Dr. Auracher (April 2004), sowie der anstehenden Asbestsanierungsmassnahmen innerhalb der UNO-Gebäude, sowie eines sich abzeichnenden Neubaus eines zweiten Konferenzzentrums für die Vereinten Nationen, ist ein zweiter Vorstand auszuschreiben.
Aus Gründen der Objektivität wurde beschlossen, mit der Suche eines Vorstandes ein Unternehmens-beratungsbüro zu beauftragen.

Fünf Unternehmen wurden eingeladen. Die Firma Egon Zehnder Intl. ging aus dieser Ausschreibung mit einem Angebot von EUR 26.000,-- als Bestbieter hervor und wurde, unter Abstimmung des gesamten Aufsichtsrates mit der Vorstandssuche beauftragt. In der 185. Aufsichtsratssitzung vom 10. Oktober 2002 wurde anlässlich einer Diskussion über die potentiellen Kandidaten der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Rupperti vom Vorsitzenden des Betriebsrates Herrn Andreas Mayer gebeten eine Eigenkandidatur für die Position des Vorstandssprechers der IAKW-AG anzudenken. Vor Ende der offiziellen Bewerbungsfrist entschied sich Herr Rupperti für eine Kandidatur, stellte sich dem Hearing - die Jury des Hearings war zusammengesetzt aus Mitgliedern des Aufsichtsrates inkl. Betriebsrat - und wurde mit Aufsichtsratsbeschluss von 7. November 2002 in der Aufsichtsratssitzung Nr. 186 als Ergebnis des Hearings einstimmig zum Vorstand bestellt.

4. Spesen

Die Zahl der Aufsichtsratssitzungen hat sich in den Jahren 2002 und 2003 im Gegensatz zu den Vorjahren verdoppelt. Themen wie Unternehmensreorganisation, Asbestsanierung der Vereinten Nationen und Neubau der Konferenzhalle C2 machten intensivere Sitzungen und eine höhere Aufsichtsratssitzungs-Frequenz notwendig.

Hieraus ergab sich eine Erhöhung der Aufsichtsratskosten. Hinzu kam, dass mit dem Jahre 2002 durch die Neubestellung des gesamten Aufsichtsrates der politische Einfluss auf das Unternehmen gesenkt wurde - Manager aus der Privatindustrie, teilweise nicht aus Wien kommend, in den Aufsichtsrat berufen wurden und somit Reisespesen anfielen. Die im "Format" Artikel ausgewiesenen Spesen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Wolf Hanke im Jahr 2003 in Höhe von EUR 15.800,-- sind falsch.

Herr Hanke verausgabte im Jahr 2003 für acht Reisen mit durchschnittlich 1,5 Aufenthaltstagen total EUR 4.071,14 für Flüge, für Taxifahrten in Wien und seinem Wohnort Mallorca EUR 657,70, für

Hotels EUR 2.651,-- und für Restaurants EUR 426,--, total EUR 7.805,84.

Die Gesamtkosten des Aufsichtsrates im Jahre 2003 betrugen im Verhältnis zu den Totalaufwendungen unter
0,5 %.

5. Gehalt Rupperti

Die Gehaltsaufwendungen für den Vorgänger von Herrn Rupperti betrugen: Jahresgehalt EUR 175.000,--, zuzüglich First Class Flüge zuzüglich eine sehr generösen - den damaligen Gepflogenheiten entsprechende - Pensionsregelung.

Auf Wunsch von Herrn Rupperti wurde das Gehalt nach Ende des ersten vollen Betriebsjahres auf EUR 140.000,-- gesenkt mit der Möglichkeit bei Unternehmenserfolg zusätzliche Prämien zu kassieren. Herr Rupperti verzichtete auf First Class Flüge, erhält lediglich bei Langstreckenflügen die Möglichkeit Business Class zu fliegen. Gesonderte Ruhestandsregelungen gibt es für Herrn Rupperti nicht.

6. Zum Unternehmenserfolg

Die Sanierungskosten für die anstehende Asbestsanierung UNO-Gebäude wurden gegenüber dem Stand der im Herbst 2003 vorliegenden Baukostenangebote um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gesenkt.

Der Umsatz der IAKW-AG wurde, entgegen zum Budget 2003 kurzfristig um EUR 0,9 Mio. auf EUR 9,8 Mio. erhöht.

Gleichzeitig wurde der Aufwand zum Budget ohne Abbau von Mitarbeitern um EUR 1,8 Mio. gesenkt.

Das Betriebsergebnis-gesamt der IAKW-AG wurde zum Budget um EUR 2,7 Mio. verbessert.

Das Unternehmen befindet sich auf dem Weg vom Subventions- zum Profitunternehmen und wird, auch zurückzuführen auf die gute Arbeit der vergangenen Jahre, zum Ende diesen Jahres spätestens zu Beginn des kommen Jahres über eine Mrd. Euro an Umwegrentabilität für die Stadt Wien und die Republik Österreich erwirtschaftet haben (Mai 1987 bis Dezember 2004: voraussichtliche Wertschöpfung EUR 996.423.625,--).

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Austria Center Vienna
Mag. Daniela Herneth
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