Muttonen: Gehrer und Seipel verweigern klare Antworten zu Saliera-Raub

Auftritt von Ministerin und KHM-Direktor im Kulturausschuss "mehr als enttäuschend"

Wien (SK) Als "mehr als enttäuschend" bewertet SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen die Anhörung von Kulturministerin Gehrer und KHM-Direktor Seipel im parlamentarischen Kulturausschuss. "Weder Gehrer noch Seipel waren bereit, auf präzise Fragen der Ausschussmitglieder entsprechende Antworten zu liefern", so Muttonen Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die ausweichenden Erklärungen zum unaufgeklärten Diebstahl der Saliera oder zur Evaluation der Sicherheitseinrichtungen im Kunsthistorischen Museum (KHM) müssten laut Muttonen "als klare Verweigerungshaltung" interpretiert werden. "Dabei hätten sowohl Gehrer als auch Seipel Gelegenheit gehabt, Ungereimtheiten aufzuklären." ****

Im Verlauf der Sitzung sei für die SPÖ-Abgeordnete "der Eindruck entstanden, dass KHM-Direktor Seipel den Saliera-Raub auf die leichte Schulter nimmt". So habe Seipel etwa mit der Aussage aufhorchen lassen, der Diebstahl sei der erste in der 113-jährigen Geschichte des Museums, dieser werde sich nicht wiederholen, weshalb es um die Sicherheit des Museums nicht so schlecht bestellt sein könne. In Anbetracht der Tatsache, dass die vor mehr als einem Jahr begonnene Evaluierung der Sicherheitseinrichtungen noch immer laufe und laut Ministerin Gehrer "wahrscheinlich im Herbst" abgeschlossen sein wird, bilanzierte Muttonen abschließend: "Gehrer und Seipel ließen die Chance ungenutzt, das Parlament über den Kunstraub im KHM aufzuklären. Es bleibt der Verdacht im Raum, dass sich die beiden Verantwortlichen schwerer Versäumnisse schuldig gemacht haben." (Schluss) cs/mp

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