Brosz: Drastische Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung in Österreich ist merkwürdig

OECD-Studie zeigt Schwächen Österreichs - Budgets seit Jahren rückläufig

OTS (Wien) Laut der Erhebung der Statistik Austria hat sich der Anteil jener Menschen, die in den letzten vier Wochen Weiterbildungsangebote in Anspruch genommen haben innerhalb eines Jahres von 7,5 auf 12,5 Prozent erhöht. "Diese Erhöhung um zwei Drittel ist genauso interessant wie merkwürdig. Fraglich ist, weshalb innerhalb eines Jahres um fünf Prozent mehr Menschen an Fortbildungen teilnehmen sollten. Die Angebote wurden nicht erhöht, die Mittel des Bildungsministeriums sind seit Jahren rückläufig. Das bemerkenswerte Ergebnis steht möglicherweise im Zusammenhang mit geänderten Erhebungsmethoden," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Der heute veröffentlichte OECD-Bericht zur Erwachsenenbildung in Österreich stellt zwar ein akzeptables Zeugnis aus, zeigt aber auch die Schwächen deutlich auf", so Brosz weiter. Die OECD kritisiere, dass die technologische Entwicklung in der österreichischen Weiterbildung kaum Beachtung finde. Überdies sei für den zweiten Bildungsweg keine altersadäquate Pädagogik entwickelt worden. "Die festgestellte Schwerpunktsetzung in der betrieblichen Weiterbildung zeigt auch die Schattenseite des Systems. Allgemeinbildende Angebote leiden seit Jahren unter den Budgetkürzungen durch das Bildungsministerium. Nicht einmal zwei Prozent der für Weiterbildung aufgewendeten Mittel kommen aus dem Bildungsbudget des Bundes. Selbstbeweihräucherung ist fehl am Platz", so Brosz abschließend.

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