Amon: "Schule á la Gusi" bedeutet Ideologietrommelfeuer statt Bedachtnahme auf Betroffene

Einladung an SPÖ, alte ideologische Modelle aufzugeben und sich endlich an konstruktiver Sacharbeit für das Land zu beteiligen

Wien, 2. Juli 2004 (ÖVP-PK) Wenn SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer davon spreche, in der Schuldiskussion "endlich die ideologischen Scheuklappen abzunehmen", so solle er doch bitte vor der eigenen Türe kehren, sagte heute, Freitag, ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon zum "Plädoyer" des SPÖ-Chefs für eine verschränkte Ganztagsschule. "Die 'Schule á la Gusi', die der Parteichef und seine Mitläufer propagieren, geht vollkommen an den Wünschen der Betroffenen vorbei: Laut einer aktuellen 'market'-Umfrage halten 74 Prozent der befragten Eltern eine Betreuung am Nachmittag auf freiwilliger Basis für sinnvoll, lediglich 10 Prozent heißen aber verpflichtenden Unterricht gut", erklärte Amon. Im Gegensatz zur SPÖ, die aus Ideenmangel alte, ideologische Programme weiterpropagiere, liege die ÖVP mit Bildungsministerin Elisabeth Gehrers Offensive beim Nachmittagsangebot goldrichtig. ****

"Wir fördern, was gefordert wird - das ist unser Motto", so der ÖVP-Bildungssprecher. Es gebe ja bereits heute die Möglichkeit, mit der Zustimmung einer einfachen Mehrheit in jeder Kurie der Schulpartner jeder Schule die Schulform der Ganztagsschule zu beschließen. "Dass das jedoch nicht in dem Ausmaß angenommen wird wie flexible Nachmittagsangebote, bei denen die Wahlfreiheit bei
den Eltern bleibt, spricht für sich und zeigt, dass die SPÖ ihr Ohr weit weg von den Bedürfnissen der Betroffenen hält", so Amon.

Es sei symptomatisch für die Verfassung der großen Oppositionspartei SPÖ, dass auch im Schulbereich, der von Dynamik und Kreativität leben müsse, nur alte Hüte wie Ganztagsschule, Gesamtschule und Abschaffung der Noten propagiert würden. "Seit 40 Jahren fällt den Sozialdemokraten in diesem Bereich nichts Neues ein", so Amon, der die SPÖ aufforderte, sich einmal mit ihrer Oppositionsrolle und Konstruktivität zu beschäftigen, anstatt Regierungskrisen herbeizureden und Uralt-Ideologie zu trommeln.

"Ich lade die SPÖ ein, sich sowohl im Schulbereich, wie auch bei den großen anstehenden Zukunftsprojekten wie Harmonisierung, Steuerreform und Österreich-Konvent auf ihre Verantwortung den Wählern gegenüber zu besinnen und endlich zur konstruktiven Sacharbeit zurückzukehren", so Amon. Ansagen wie Gusenbauers heutige trügen jedenfalls nicht dazu bei, mit der Bevölkerung gemeinsam die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupacken.

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