E-Control: Richtlinien zur Stromkennzeichnung veröffentlicht

Labeling-Guidelines unter www.e-control.at abrufbar

Wien (OTS) - Mit 1. Juli 2004 tritt eine neue gesetzliche Verpflichtung (§§ 45 und 45a ElWOG idF BGBl I Nr. 149/2002) in Kraft, die erstmals eine bundeinheitliche Regelung der Stromkennzeichnung vorsieht. Stromhändler und sonstige Lieferanten, die in Österreich Endverbraucher beliefern, sind ja verpflichtet, auf ihrer Stromrechnung (Jahresabrechnung) für Endverbraucher den Anteil an verschiedenen Primärenergieträgern, auf Basis derer die von ihnen gelieferte elektrische Energie erzeugt wurde, auszuweisen. Bisher gab es in Österreich neun verschiedene Stromkennzeichnungssysteme, was eine österreichweite Vergleichbarkeit sehr schwierig machte.

"Die Stromkennzeichnung auf den Jahresabrechnungen bietet den Endverbrauchern die Möglichkeit, die ihm von den Unternehmen gelieferten Strom auch nach qualitativen Kriterien bewerten zu können.", erläutert der Geschäftsführer der Energie-Control GmbH, DI Walter Boltz. Die E-Control ist mit 1. Juli 2004 für die Überwachung der Richtigkeit der Angaben der Lieferanten in Bezug auf die Stromkennzeichnung verantwortlich. "In den vergangenen Monaten hat die E-Control in Zusammenarbeit mit Stromproduzenten, -händlern und -lieferanten, Zertifizierungsinstitutionen wie dem arsenal research, dem ÖVE oder dem TÜV Süd und TÜV Österreich sowie Global 2000 und Greenpeace eine Stromkennzeichnungsrichtlinie - die sogenannten Labeling-Guidelines - erstellt. Die Richtlinie soll den Unternehmen als Leitfaden für die Erstellung der Stromkennzeichnung dienen und enthält entsprechende Erläuterungen, Gesetzesauslegungen und Empfehlungen. Die Stromkennzeichnungsrichtlinie ist unter www.e-control.at abrufbar.

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