WOLFMAYR ORTET ZUFRIEDEN STELLENDE ENTWICKLUNG UND WICHTIGE AKZENTE FÜR KUNSTFÖRDERUNG DES BUNDES IM KUNSTBERICHT 2003

ÖVP-Kultursprecherin zum heutigen Kulturausschuss

Wien, 2. Juli 2004 (ÖVP-PK) Der Kunstbericht 2003, der heute -bereits nach einem halben Jahr fertig verfasst, gedruckt, dem Ministerrat vorgelegt und dem Parlament zugeleitet, ein absoluter Rekord! - auf der Tagesordnung des Kulturausschusses steht, sei inhaltlich und ästhetisch ansprechend, übersichtlich und mache dem Kunstinteressierten die Strukturen der Kunstförderung des Bundes durch Übersichtlichkeit und Inhaltsreichtum transparent. ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr ortet auch eine durchaus zufrieden stellende Entwicklung des Kunstbudgets im Jahr 2003. Mit 78,79 Millionen Euro konnte im letzten Jahr mehr Geld für die künstlerische Produktion zur Verfügung gestellt werden, da zahlreiche Sonderbudgets und Investitionsförderungen in den Jahren 2001 und 2002 schlagend wurden. Bereinigt von diesen Sonderbudgets, könne man dennoch in allen Bereichen Erhöhungen verzeichnen, erreicht durch Umschichtungen und Lukrierung von zusätzlichen Sondermitteln, eine "beachtenswerte Leistung von Staatssekretär Morak". ****

Besonders in den einzelnen Bundesländern seien wichtige Akzente gesetzt worden, so Wolfmayr, die sich dagegen verwahrt, die Diskussion in eine Provinzialismusdebatte abgleiten zu lassen. Die ÖVP-Kultursprecherin verwies unter anderem auf die Errichtung des Gironcoli-Museums im Schloss Herberstein als gelungenes Public-Private-Partnership-Projekt. Je ein Drittel der Mittel in Höhe von drei Millionen Euro für die Realisierung dieses Museum-Projekts tragen Bund, Land Steiermark und Familie Herberstein. "Ein richtiges Signal zum richtigen Zeitpunkt für verstärktes Engagement des Bundes für zeitgenössische Kunst in den Bundesländern", sagte Wolfmayr.

Kreative Impulse, die weit über die Landesgrenzen und lang über das Jahr 2003 hinaus wirken, konnte die Kulturhauptstadt Graz 2003 mit ihren vielen neuen Kulturbauten und Investitionen erzielen. "Der Tourismus wurde nachweisbar nachhaltig belebt, der ‚Friendly Alien’, das Kunsthaus der Architekten Cook und Fournier, oder die Insel in der Mur des New Yorker Künstlers Acconci, die Helmut-List-Konzerthalle, das neue Literaturhaus, das Kindermuseum, -all diese Neubauten und die vielen Programmpunkte der Kulturhauptstadt wurden von den Grazern begeistert aufgenommen. Außerdem hat es eine Menge von Programmen für Randgruppen und Minderheiten gegeben, und ich kann als Grazerin aus eigener Erfahrung sagen, dass Graz, aber auch die Steiermark und Österreich, von diesem international bedeutsamen und medial weltweit gerühmten Kulturhauptstadtjahr profitiert haben!", zeigte sich die Abgeordnete beeindruckt.

Als weitere wichtige Projekte in den Bundesländern führte Wolfmayr den Filmlagerneubau in Laxenburg und das burgenländische Kulturzentrum Güssing, den "Kulturstadel", einen umgebauten alten Heustadel in Maria Saal in Kärnten, und das Viertelfestival in Niederösterreich an.

Aber nicht nur in den Bundesländern, sondern auch im europäischen und internationalen Rahmen habe es zahlreiche weitere Aktivitäten zur Förderung des europäischen Kulturaustausches gegeben, so etwa die großen Treffen der europäischen Kunst- und Kulturminister in Wien, Innsbruck, Graz und Linz zur Nutzung kultureller Chancen und zum Ausbau von Austauschprogrammen, in deren Rahmen die neuen Herausforderungen der EU-Erweiterung diskutieren wurden. Diese Treffen würden - besonders von den östlichen Nachbarländern -begeistert angenommen und genutzt.

Weiters betonte Wolfmayr den zunehmenden Ausbau der direkten Förderung von einzelnen Kunstschaffenden und die Einrichtung und Erhöhung von Stipendien. Bemerkenswert sei auch die zunehmende Schwergewichtlegung auf den Bereich Kinder- und Jugendliteratur. Mit der Verleihung des Großen österreichischen Kinderliteraturpreises in Gleisdorf, mit den Mira-Lobe-Stipendien an Nachwuchskünstler und der Anhebung der Kinderbuchverlagsförderung unterstreiche man diesen wichtigen Aspekt. Beachtenswert sei auch der neue Würdigungspreis für Kulturprojekte zur Integration behinderter Menschen.

Auch beim Künstlersozialversicherungsfondsgesetz falle die Zwischenbilanz äußerst positiv aus. Das Zuschusssystem werde von einer großen Mehrheit angenommen. Die erfreulich gute Ertragslage des Fonds - gespeist aus den Abgaben der Kabelanlagenbetreiber - mache es möglich, dass eine Erhöhung des bisherigen Zuschusses von maximal 872 auf jetzt 1000 Euro ins Auge gefasst werden könne. "Nach dreijähriger Tätigkeit ist das ein weiterer Schritt, um die Pensionszahlungen von Künstler/innen weiter abzudecken."

"Trotz eines nominal stagnierenden Förderungsbudgets konnten durch Umschichtungen und neue Finanzierungsmethoden zusätzliche Mittel für die Kunstförderung im Allgemeinen und die Filmförderung im Besonderen kreiert werden." Wolfmayr hob die Novelle des KommAustria-Gesetzes als weitere wichtige Förderungsschiene zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Filmwirtschaft hervor und verwies auf die Eröffnung des Choreographic Centres in Linz und die Filmgalerie Krems. Erstmals wurden 2003 auch Filmstipendien ausgeschrieben. (Fortsetzung)

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