Kräuter zu Rechnungshof-Rohbericht: Finanzminister wurde wieder ertappt!

Verantwortung für enorme Verschwendung bei Austria Center Vienna (ACV) trägt allein der Finanzminister

Wien (SK) Empört reagiert SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter auf die heutige Berichterstattung des Wochenmagazins Format, wonach ein aktueller Rechnungshofrohbericht enorme Missstände im Austria Center Vienna anprangert. "Die politische Verantwortung für die enorme Verschwendung im Austria Center Vienna trägt allein der Finanzminister", so Kräuter, der darauf hinweist, dass Grasser zuerst den heutigen Vorstand Rupperti zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestellt hat und danach erst in den Vorstand entsandte. "Typisch für Grasser ist, dass er sich für die Vorstandsbestellung eines weiteren Freundes bediente, nämlich Joachim Kappl, Chef der Egon-Zehnder Unternehmensberatung. Für ein Honorar von 26.000 Euro wurde Grasser-Freund Rupperti als bestgeeignetster ausgewählt", kritisiert der SPÖ-Rechnungshofsprecher. ****

Interessant auch die ACV-Homepage, diese wurde erstellt von den Unternehmen MarTrix und Lemon-42 und ist seit Herbst 2003 online. "Diese Unternehmen haben auch die Grasser-Homepage in Höhe von 283.000 Euro erstellt", so Kräuter. Die Kosten des ACV-Aufsichtsrates haben sich laut Format-Bericht seit dem Jahre 2000 mehr als verdoppelt, die Repräsentationsspesen für Geschäftsessen stiegen von 2001 auf 2003 um 82 Prozent. Der amtierende ACV-Aufsichtsratsvorsitzende budgetierte für das heurige Jahr bereits 15.800 Euro an Repräsentationskosten. Für Kräuter sind diese Zustände symptomatisch für das System Grasser: "Persönliche Freunde werden in Organfunktionen von staatsnahen Unternehmen gehievt, um sodann weiteren Freunden lukrative Aufträge zu verschaffen". (Schluss) js/mm

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