WOLFMAYR KRITISIERT SKANDALISIERUNGSVERSUCHE RUND UM GENERALDIREKTOR SEIPEL DURCH DIE OPPOSITION

ÖVP-Kultursprecherin würdigt Verdienste des KHM-Direktors

Wien, 2. Juli 2004 (ÖVP-PK) "Ein Rohbericht ist nie Gegenstand von parlamentarischen Erörterungen. Es handelt sich eben erst um einen Rohbericht, und wir sind nicht bereit, diesen zu diskutieren. Vor einer Beurteilung ist eine ausführliche Stellungnahme von Seiten des Kunsthistorischen Museums unbedingt abzuwarten. Vorverurteilungen, Skandalisierungen und Kriminalisierungen, wie sie die Opposition seit Wochen immer wieder versucht, ist ein klarer Riegel vorzuschieben", sagte heute, Freitag, ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr in Richtung Opposition. Trotzdem habe man dem kurzfristigen Wunsch nach einer Aussprache über aktuelle Fragen im heutigen Kulturausschuss entsprochen. ****

"Die Vorwürfe, die erhoben werden, fallen im Vergleich zu den Verdiensten von Generaldirektor Seipel kaum ins Gewicht", betonte Wolfmayr und erinnerte daran, dass Seipel die Ausgliederung geschafft und das KHM international hervorragend positioniert habe. "Auch das Gehalt des Generaldirektors ist im Vergleich zu anderen internationalen Leitungsfunktionen vergleichbarer Häuser keineswegs überzogen." Dass einzelne Vorkommnisse genauestens nachzuprüfen sind, sei selbstverständlich, dafür sorge u.a. der Rechnungshofbericht. "Wenn einzelne kleine Fehler passiert sind, können Maßnahmen ergriffen werden. Daraus aber gleich eine Aktion abzuleiten, bei der Köpfe rollen müssen, ist als unverständlich, überzogen und absurd abzulehnen."

Hinter dem offenbar konzertierten Vorgehen gegen Seipel steckt nach dem Ermessen Wolfmayrs "ein kleinkrämerisches, moralisches Kontrolldenken." Gerade im Kunstbereich sei bei der Abwicklung mancher Geschäfte ab und zu eine unkonventionelle und kreative Vorgangsweise notwendig.

"Der Raub der Saliera ist der erste Kunstraub im Kunsthistorischen Museum seit seiner Gründung 1891, eine furchtbare Tragödie für die österreichische Museumslandschaft und ein unersetzlicher Verlust!" Allerdings schieße die Suche der Opposition nach Schuldigen am Ziel weit vorbei: "Katastrophen gibt es leider immer wieder, und auch menschliches Versagen kann niemals ausgeschlossen werden." Abgesehen davon sei es unrichtig, dass die Sicherheitsausstattung des KHM völlig veraltet sei, sagte Wolfmayr und verwies auf eine große ORF-Dokumentation aus dem Jahr 2001, die über die hervorragenden Sicherheitsausstattungen berichtet hatte. "Menschliches Versagen ist niemals auszuschließen. Aber ein Direktor ist nicht für alles und jedes haftbar zu machen. Ihn deshalb kriminalisieren zu wollen, ist unverantwortlich und unfair und artet zur Menschenjagd aus." So ortet Wolfmayr beispielsweise bei der vehementen Kritik der Grünen Kultursprecherin Glawischnig und der Jagd auf Seipel persönliche Antipathien als Ursache. "Doch so kann und darf nicht Politik gemacht werden. Die Achtung vor Verdiensten steht an erster Stelle. Eine genaue Prüfung ist selbstverständlich, und aus Fehlern ist zu lernen."
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