Unterstützen SPÖ und ÖVP NÖ die Atomlobby?

Fasan: "Kapitalaufstockung der EVN könnte Geschäfte mit Atomstrom ermöglichen"

St. Pölten (Grüne) - "Unterstützen SPÖ und ÖVP in Niederösterreich die Atomlobby?", fragt sich der Grüne Energiesprecher, LAbg Martin Fasan. Im Zusammenhang mit der geplanten Kapitalaufstockung der EVN wird in der Begründung des entsprechenden Antrags auf eine Reihe sehr interessanter Wachstumsmöglichkeiten unter anderem im Energiegeschäft im In- und Ausland verwiesen. Eine Klarstellung, dass sich die EVN an keinen Projekten im Zusammenhang mit der Kernenergie beteiligt, haben ÖVP und SPÖ gestern im Landtag abgelehnt. Damit ermöglichen die Regierungsparteien der EVN Geschäfte mit Atomstrom.

Die Grünen wollten in einem Antrag klargestellt haben, dass die EVN keine Beteiligung an Projekten oder Unternehmen im Zusammenhang mit Kernenergieerzeugung und keinen aktiven Handel mit Atomstrom eingeht. Fasan: "Diesen klaren Auftrag, haben die beiden Regierungsparteien abgelehnt." Nach Ansicht der Grünen sollte das Land als Eigentümervertreter der EVN klare Vorgaben im Zusammenhang mit Geschäften mit Atomstrom machen. "Wir sind nicht blauäugig, aber Geschäfte in Form von Lieferverträgen mit Atomstrom produzierenden Unternehmen sowie überwiegend mit Atomstrom handelnden Vertreibern sollten auch für die EVN absolutes Tabu sein", so Fasan abschließend.

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