Erfahrungen der NÖ Abfallverbände mit der Umstellung der Kunststoffsammlu ng im Jahr 2004

St. Pölten (OTS) - Jene NÖ Abfallverbände und Statutarstädte, die im 1. Halbjahr 2004 ihre bisherige Kunststoffsammlung auf eine Flaschensammlung umgestellt haben, können mit erfreulichen Ergebnissen aufwarten:

Eine volkswirtschaftlich und abfallwirtschaftlich sinnvolle Lösung, welche nach ersten Anlaufschwierigkeiten auch von der Bevölkerung gut angenommen wird. Einziger Wermutstropfen dabei: Die Umstellung kostet mehr Geld, als von der ARGEV als Vertreter der entsorgungspflichtigen Wirtschaft zugesagt wurde. Dies deshalb, weil weit mehr Kunststoffverpackungen in den Restmüll umgeleitet werden, als von der ARGEV kalkuliert worden war.

Wo wurde umgestellt?

Die Abfallverbände Gmünd, Waidhofen/Thaya, Zwettl, Hollabrunn, Mistelbach, Korneuburg, Gänserndorf, Schwechat, Krems/Land, Krems/Stadt und Tulln, haben bereits umgestellt, und die LH St. Pölten befindet sich derzeit bei den Umstellungsarbeiten.

Eine Grafik dazu finden Sie im Anhang

Warum wurde umgestellt?

Seit 1. Jänner 2004 haben die NÖ Abfallverbände die Müllverbrennung umgesetzt. Der Restmüll von 21 Abfallverbänden/Statutarstädten wird in die Müllverbrennungsanlage Zwentendorf-Dürnrohr gebracht.

Bisher musste die Gelbe Tonne/Gelber Sack aufwändig sortiert werden. Der dabei gewonnene stofflich nicht verwertbare Teil der Kunststoffabfälle wurde schon bisher einer Thermischen Verwertung zugeführt.

Mit Einführung der Müllverbrennung ist es daher sinnvoll, nur mehr jene Kunststoffverpackungen im Gelben Sack/Gelber Tonne zu sammeln, welche stofflich verwertbar sind (Kunststoffflaschen). Alle anderen Kunststoffabfälle wie kleine Folien, etc. verbleiben im Restmüll und werden mit dem Restmüll einer Thermischen Verwertung zugeführt.

Warum haben nicht alle VBD umgestellt?

Dir. Weidlich, Präsident des NÖ Abfallwirtschaftsvereines und Sprecher der NÖ Abfallverbände: "Eine Umstellung des ganzen Bundeslandes Niederösterreich wäre für die ARGEV nicht bewältigbar gewesen. Auch wollten eine Anzahl der Abfallverbände die Erfahrungen in den "Pilotverbänden" abwarten. Darüber hinaus fanden die spezifischen regionalen Gegebenheiten entsprechend Berücksichtigung."

Insgesamt haben bisher 12 Abfallverbände eine Umstellung vorgenommen. Dies entspricht 558.449 Einwohnern, und damit 38 % der Bevölkerung Niederösterreichs.

Zwischenergebnisse

In der Generalversammlung des NÖ Abfallwirtschaftsvereines am 29. Juni 2004, der Interessensvertretung der Niederösterreichischen Abfallverbände, berichteten die Obmänner jener Abfallverbände, die bereits eine Umstellung vorgenommen haben, durchaus positiv:

Jede Umstellung bzw. notwendige Verhaltensänderung verursacht Unruhe und Rückfragen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die eingetretenen Neuerungen der Bevölkerung zu erklären, hat sich das neue System in jenen Abfallverbänden, welche bereits zu Jahresanfang umgestellt haben, bereits eingespielt.

Aus allen Berichten ging hervor, dass die Masse der Kunststoffverpackungen, welche nunmehr über die Thermische Verwertung entsorgt werden, höher ist, als ursprünglich von der ARGEV angenommen. Genaue Ergebnisse werden allerdings erst mit Jahresende vorliegen.

Sehr erfreulich ist von der ARGEV zu hören, dass die Sammelqualität eine sehr hohe ist. Dies ist der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit zu verdanken, welche die Abfallverbände in dieser Umstellungsphase geleistet haben.

Im Laufe der nächsten Jahre werden weitere Abfallverbände ihre Sammlung auf diese reduzierte Form der Kunststoffsammlung umstellen. So ist bereits fix, dass die Stadt Klosterneuburg spätestens Anfang 2005 ebenfalls auf das neue System umstellen wird.

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