Selbsternannter Oberrabbiner auf Propagandatour

Schenken österreichische Medien einem Entmündigten Gehör?

Wien (OTS) - In geifernder, anmaßender Manier spricht dieser Tage der selbsternannte "Oberrabbiner der orthodoxen jüdischen Gemeinde in Österreich" Moshe Ayre Friedmann wieder einmal gegenüber den Medien dem Staat Israel und den dort lebenden Juden kurzweg das Existenzrecht ab und verknüpft seine Israelbeschimpfung mit einer kategorischen Verurteilung des von der Stadt Wien gefassten Beschlusses, die "Gartenbaupromenade" nach Theodor Herzl, dem Schöpfer des visionären Werkes "Der Judenstaat", zu benennen. Erschreckend daran ist nicht so sehr die Tatsache selbst - bestimmte Anormalitäten im menschlichen Verhalten verdienen eher Mitleid als Empörung -, sondern vielmehr der Umstand, dass Presse und Öffentlichkeit nach wie vor bereit sind, diesen abstrusen Meinungen Gehör zu verschaffen.

Warum, fragen wir, schenkt man jemandem Beachtung,

-der behauptet Oberrabbiner einer orthodoxen Gemeinde zu sein, aber weder Oberrabbiner ist, noch einer Gemeinde vorsteht, ja, der ob der Vorlage falscher Beweise für die Existenz einer solchen Gemeinde von den Behörden angeblich geklagt wurde,
-der die Organe der Republik öffentlich aufs Gröblichste beleidigt und diffamiert,
-der die wahren jüdischen Werte mit Füßen tritt,
-der ob der von ihm verbreiteten falschen Behauptungen von allen anerkannten orthodoxen Rabbinern der Stadt öffentlich der Lüge geziehen wird,
-der in eine ganze Reihe von Prozessen, auch solche strafrechtlicher Natur, verwickelt ist, und sich der Schuldsprüche durch den Gang in die jeweils nächsthöhere Instanz entzieht,
-der als angeblicher Rabbiner die Nähe der ewiggestrigen extremen Rechten sucht, wie seine Interviews in der "Deutschen Nationalzeitung" und dem ebenfalls einschlägig bekannten Blatt "Die Zeit" beweisen, und
-der ob seiner außerhalb der Norm stehenden Verhaltensweise der Besachwalterung unterworfen, also für nicht mündig befunden wurde?

Es gibt sicherlich viele Antworten auf diese Frage. Für uns Juden und für alle aufrechten Österreicher und Österreicherinnen, für die Geschichtsklitterung verwerflich und das Bekenntnis zur Wahrheit und Vorurteilslosigkeit Grundlage des Denkens und Handelns ist, steht nur zu hoffen, dass der Grund nicht darin zu suchen ist, dass man den "Oberrabbiner" Friedmann in seinem jüdischen Selbsthass aussprechen läßt, was- unausgesprochen - an Vorurteilen in den Gehirnen allzu vieler Menschen hierzulande noch vorhanden ist !

Israelitische Kultusgemeinde Wien
Dr. Ariel Muzicant, Präsident
Dr. Avshalom Hodik, Generalsekretär

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