Grenzenlose Betreuung: EU-Verordnung vereinfacht Versicherungsschutz im Ausland

Linz (OTS) - Seit Anfang Juli 2004 ist im Gebiet der 25 EU-Mitgliedsstaaten sowie in der Schweiz, in Island, Liechtenstein und Norwegen die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) gültig. Sie bringt direkten Zugang zu medizinischen Leistungen. Bis es die Karte in Österreich auch tatsächlich gibt, können sich Reisende mit dem Urlaubskrankenschein "E-111-neu" behelfen. Die EKVK soll gemeinsam mit der Chip-Karte spätestens 2006 kommen.

Bisher musste auch innerhalb der EU der Urlaubskrankenschein teilweise recht umständlich in einen Krankenschein des jeweiligen Landes umgetauscht werden. Das hat laut EU-Verordnung ab sofort ein Ende. Die Europäische Krankenversicherungskarte weist den Patienten als krankenversichert aus und eröffnet ihm direkten Zugang zu den notwendigen medizinischen Leistungen bei Vertragspartnern - gleich wie ein Sozialversicherter des Urlaubslandes. Ausgeschlossen bleibt allerdings weiterhin jede Art von "Medizin-Tourismus". Wer nur wegen einer medizinischen Behandlung ins Ausland reist, soll nicht in den Genuss der neuen Freizügigkeit kommen.

Eine Erleichterung bringt die EKVK auch allen Personen, die in den einbezogenen Ländern studieren, eine Arbeit suchen oder dienstlich entsendet sind. Für diese Fälle sind ab sofort keine eigenen Formulare mehr nötig. Für Österreicherinnen und Österreicher ist mit der Europäischen Krankenversicherungskarte nicht vor 2006 zu rechnen. Sie soll dann die Rückseite der Chip-Karte darstellen. Bis dahin erlaubt die EU übergangsweise das Formular "E-111-neu" als Nachweis einer aufrechten Krankenversicherung. In Großbritannien genügt wie bisher der Reisepass.

Für Reisen nach Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und Montenegro sowie die Türkei gelten nach wie vor sogenannte beiderseitige Sozialversicherungsabkommen. Es sind für diese Länder jeweils eigene Urlaubskrankenscheine nötig.

Trotz der aktuellen Änderungen im EU-Recht rät die OÖ Gebietskrankenkasse weiterhin zum Abschluss einer privaten Reiseversicherung, die im Notfall auch eine Rückholung absichern würde.

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