FCG: Pensionsharmonisierung dauert zu lange!

Vizepräsident Klein für mehr Aktivität seitens der Bundesregierung

Wien (OTS) - "Die Aktivitäten der Bundesregierung im Rahmen der Pensionsharmonisierung sind unzureichend. Die ArbeitnehmerInnen erwarten eine gerechte Lösung für alle Berufsgruppen und eine praktikable Vorgangsweise beim Zugang zur Pension in allen Altersversorgungssystemen", stellt der FCG-Bundesvorsitzende, ÖGB-Vizepräsident Klein, fest.

Der FCG geht die Harmonisierungsdiskussion zu langsam und die Schritte, die seitens der Bundesregierung gesetzt werden, sind keine konstruktiven.

"Man kann nicht Zwiebeln und Gewürze auf den Tisch legen und glauben, dass man damit ohne Fleisch zuzugeben, ein Gulasch kochen kann", bemüht Klein einen Vergleich aus dem Kulinarischen.
Die ArbeitnehmerInnen, besonders die ASVG-Versicherten, die sich ihre Pensionen selbst bezahlen und keinen Zuschuss aus dem Budget benötigen, verstehen nicht, warum es so lange dauert, bis ein gerechtes Pensionssystem zustande kommt. Für die ASVG-Versicherten zahlt der Staat praktisch nur die Sozialleistungen.
Die ASVG-Versicherten wollen daher:

  • nach 45 gezahlten Beitragsjahren jedenfalls ihre Alterspension
  • Versicherungszeiten müssen Beitragszeiten sein und Lasten, die zu tragen sind, müssen solidarisch ausgeglichen werden
  • Die Pensionsbemessung darf nicht zu untragbaren Pensionskürzungen führen, denn es ist das Geld der Arbeiter und Angestellten, über das hier disponiert wird
  • Der Zugang zur Pension muss neu gestaltet werden. Späterer Zugang ja, aber in sinnvoller Form. Nicht in jedem Beruf kann bis 65 gearbeitet werden!
  • Die Nettoanpassung für die Pensionen muss sinnvoll und nachhaltig gestaltet sein. (Schluss)

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Karl Klein, ÖGB-Vizepräsident
Tel.: 01 534 44 210

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