Brauner: Hochmoderne Technologie im Krankenhaus Lainz

Neue Angiographieanlage zur Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen

Wien (OTS) - Die gestern, Donnerstag, angelobte Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag. Renate Brauner eröffnete am Freitag im Krankenhaus Lainz des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) die neue Angiographieanlage der Röntgenstation. Die Begrüßungsreden hielten Prim. Dr. Ludwig Kaspar, Direktor der KAV-Teilunternehmung Krankenanstalten und Pflegeheime, sowie der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Lainz, Prim. Univ. Prof. Dr. Fritz Gschnait. Über die Geschichte und die Bedeutung der Angiographie berichteten die Röntgen-Experten, Prim. Univ. Prof. Dr. Heinrich Czembirek und Dr. Helmuth Mendel.

Mithilfe der medizinischen Neuanschaffung können erkrankte Gefäße anhand von Digitalbildern dargestellt und bestimmte Eingriffe sofort durchgeführt werden. "Ein großer Vorteil der technologisch hochmodernen Anlage ist, dass die Strahlenbelastung für Patienten und Personal auf ein Minimum reduziert werden kann", so Brauner. Zudem weise das neue Gerät eine hervorragende Bildqualität auf, was sowohl die Diagnostik als auch die Therapie erheblich erleichtere. "Besonders patientenfreundlich ist auch die Tatsache, dass gewisse Eingriffe, wie etwa die Aufdehnung von verengten Gefäßen, direkt vor Ort durchgeführt werden können", so die Stadträtin. Die Betroffenen müssen keinen gesonderten OP-Termin vereinbaren, was nicht nur Zeit sondern auch Nerven sparend sei.

Kaspar: vernetzte Teleradiologie ist die Zukunft

"Die Erstellung von digitalen Bildern in der Radiologie bietet einen zusätzlichen Vorteil", so KAV-Direktor Kaspar. "Allein das Krankenhaus Lainz verfügt über 60 so genannte Bildbetrachtungsstellen, die miteinander vernetzt sind. Auf diese Weise können die Bilder blitzschnell und komplikationslos an die entsprechenden Experten übermittelt werden." Kaspar: "Die Zukunft sehe ich in der Teleradiologie. Etliche KAV-Spitäler sind bereits heute vernetzt. Weitere sollen folgen."

Verbessertes Raumkonzept bringt zusätzliche Vorteile

Im Zuge der technischen Neuinvestition wurde auch das Raumkonzept neu gestaltet. So wurde der Angiographieraum ähnlich einem Operationssaal im Vorfeld mit Sterilschleusen ausgestattet, sodass er auch als Eingriffsraum genützt werden kann. Die gesamte Technik befindet sich nun im Deckenbereich, um einen ungehinderten Zugang zum Patienten zu ermöglichen. In Summe investierte der Wiener Krankenanstaltenverbund 1,5 Millionen Euro, jeweils die Hälfte für die Anlage sowie die baulichen Adaptierungen.

Angiographie im Krankenhaus Lainz: zentraler Schnittpunkt

"Der Angiographie kommt im Krankenhaus Lainz eine entscheidende Rolle als zentraler Schnittpunkt zu", so der Ärztliche Direktor, Prof. Gschnait. Immerhin verfüge das Lainzer Spital über die größte Diabetesstation Wiens, deren Patienten wiederum die Hauptklientel der Angiographie darstellen. Die Zuckerkrankheit führe nämlich in erster Linie zur Schädigung und Verengung der Gefäße. Zudem kann mithilfe der diagnostischen Angiographie festgestellt werden, ob eine therapeutische Maßnahme am Gefäß vor Ort möglich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, sondern das Gefäß komplett ersetzt werden müssen, so kann an die, ebenfalls im Krankenhaus Lainz befindliche, Gefäßchirurgie weitervermittelt werden.

Jährlich 2.500 Angiographien und 850 therapeutische Maßnahmen

Die Angiographie im Krankenhaus Lainz hat eine lange Tradition. Die erste Angiographieanlage (Blattfilm-Angiographie) gab es bereits 1969. Stand zu Beginn die bloße bildliche Darstellung im Vordergrund, so kam es im Laufe der Zeit zu immer größeren Spezialisierungen. Heute werden auch etliche therapeutische Maßnahmen durchgeführt. Die so genannte interventionelle Radiologie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wesentlichen Standbein der Radiologie entwickelt. Die Therapiemöglichkeiten beinhalten die Aufdehnung von Gefäßen, die Auflösung von Gefäßverschlüssen oder etwa die Implantation so genannter Stents (kleine Metallgitter, die den Durchfluss des verengten Gefäßes langfristig sicherstellen). Auf diese Weise können auch starke Durchblutungsstörungen, wie sie etwa bei "Raucherbeinen" entstehen, verbessert oder auch Ausweitungen (Aneurysmen) der Bauch-oder Lungenschlagader behoben werden. Durchschnittlich werden auf dieser Station 2.500 Angiographien im Jahr durchgeführt, die zu etwa 850 therapeutischen Maßnahmen führen. Die Therapiemaßnahmen sind im Steigen begriffen.

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