Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind. je EUR 3m 10y 2.Juli 04 1,215 2,12% 4,30% 2000,5 4026,9 10334,2 25.Juni 04 1,213 2,12% 4,29% 1958,5 4000,3 10443,8 Veränderung -0,21% 0,00%Pkt 0,01%Pkt 2,14% 0,66% -1,05%

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtchaft ihres Landes ist im Juni mit 101,9 Punkte (Mai: 93,1) auf das höchst Niveau seit zwei Jahren gestiegen. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Konsumausgaben, die rund zwei Dirttel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Die jüngst gemeldeten wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen fielen schwächer aus, als vom Markt erwartet. Gute Nachrichten kamen aus Japan. Nach der jüngsten Tankan-Umfrage der japanischen Notenbank ist die Stimmung bei den japanischen Unternehmen so gut wie seit August 1991 nicht mehr. Der entsprechende Diffusionsindex für große Produktionsunternehmen stieg im Juni auf plus 22 nach plus 12 im März. Der Index für den nichtproduzierenden Sektor, der mehr vom Inlandskonsum, als vom Export abhängt, stieg im selben Monat auf plus 9 (März: plus 5). Das Wachstumstempo der Industrie hat sich in der Eurozone im Juni nach dem jüngsten Einkaufsmanagerindex leicht verlangsamt. Der Index fiel auf 54,4 nach 54,7 im Mai, liegt damit aber immer noch über der Wachstums-Schwelle von 50 Zählern. Auch in den USA ist der Index für Juni mit 61,1 Punkten (Mai: 62,8) etwas zurückgegangen. Heute Nachmittag steht in den USA noch der wichtige Arbeitsmarktbericht für Juni auf dem Programm.

Die US-Notenbank (Fed) hat am 30. Juni angesichts der anziehenden Konjunktur und der gestiegenen Inflation mit der ersten Zinsanhebung seit Mai 2000 die Zinswende eingeleitet und den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent erhöht. Gleichzeitig bekräftigte sie, ihre Geldpolitik künftig in gemäßigtem Tempo zu straffen. Die Auf- und Abwärtsrisiken für Wirtschaftswachstum und Inflation beurteilte die Fed als nahezu ausgeglichen. Da die Zinsentscheidung wenig Überraschungen brachte, hielt sich die unmittelbaren Auswirkungen der Zinsentscheidung auf Zinsen, Währungen und Aktienmärkte in Grenzen.

Die EZB beließ den seit Juni 2003 geltenden Leitzins von 2,00 Prozent bei ihrer letzten Sitzung unverändert. Auch wenn es kurzfristig etwas höhere Inflationsraten gebe, geht die Zentralbank laut Notenbankchef Trichtet auf mittlere Sicht weiter vom Erreichen der Preisstabilität aus.

Die europäischen Geldmarktsätze tendierten in der vergangenen Woche in diesem Umfeld seitwärts. Wenig Veränderung gab es auch bei den Anleiherenditen. Auch in der nächsten Woche erwarten wir ein Anhalten der Seitwärtsentwicklung.

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg des US-Dollars gegenüber dem Euro auf 1,208 wegen des deutlichen Anstiegs beim US-Konsumentenvertrauen notiert das Währungspaar mittlerweile wieder auf dem Niveau wie vor einer Woche. Auch hier erwarten wir in der nächsten Woche wenig Veränderung.

Die Aktienmärkte haben im Wochenverlauf ihre zwischenzeitlichen Gewinne aufgrund des mit gesunkenen US-Ölvorräten wieder gestiegenen Ölpreisen und der schwachen wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten mehrheitlich wieder abgegeben. Freundlich präsentierte sich der ATX, der heute erstmals die 2000er Marke durchbrach. In der nächsten Woche rechnen wir mit der beginnenden Unternehmensberichtssaison wieder mit einem freundlicheren Marktumfeld und mehrheitlich leicht steigenden Aktienmärkten.

Rückfragen & Kontakt:

Research-Team der VB Investmentbank AG
Uta Pock: uta.pock@oevag.volksbank.at
Tel. 01-31340-7022
Friedrich Glechner: friedrich.glechner@oevag.volksbank.at
Tel. 01-31340-7017
Manfred Dirngrabner: manfred.dirngrabner@oevag.volksbank.at
Tel. 01-31340-7019
Dana Kharchenko: dana.kharchenko@vbib.at Tel. 01/31340-7006

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VBF0001