OMV: Mit Harnstoff gegen LKW-Abgase

Wien (OTS) -

  • Europas erste AdBlue Harnstofftankstelle heute im Tiroler Inntal eröffnet
  • AdBlue senkt Schadstoffemission beim LKW-Transit: um 80% bei Partikel, um ein Drittel bei Stickoxid

Mit Entwicklung und Einsatz der neuen Harnstoff-Lösung AdBlue sagt die OMV den LKW-Abgasen den Kampf an. Das Unternehmen eröffnete heute in Anwesenheit von Umweltminister Josef Pröll die europaweit erste AdBlue Autobahntankstelle in Vomp im Tiroler Inntal. Damit ermöglicht die OMV die Reduktion von Schadstoffen im LKW Transitverkehr und leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Denn mit AdBlue als umweltfreundlichem Schadstoffkiller wird die Partikelemission von LKW-Dieselmotoren um 80% und die Stickoxidemission um ein Drittel gesenkt. AdBlue wandelt im Katalysator von LKWs mit SCR-Technik (Selective Catalytic Reduction) schädliche Stickoxide in Luftstickstoff und Wasser um. Aufgrund entsprechender EU Richtlinien wird der Harnstoff AdBlue in Europa verstärkt zum Einsatz kommen. Bis zum Jahr 2012 wird der europäische AdBlue Bedarf bereits bei 3,5 Millionen Tonnen liegen.

OMV Generaldirektor Stellvertreter Gerhard Roiss: "Mit der Einführung von AdBlue in Österreich ermöglichen wir eine drastische Senkung der Schadstoffemissionen beim LKW-Transit. Wir haben uns für Tirol als Standort der ersten AdBlue Autobahntankstelle Europas entschieden, weil wir damit den Menschen im transitreichen Inntal am besten helfen können. Wir wollen damit einen aktiven Beitrag zur Entlastung der Tiroler von LKW Schadstoffen leisten." Die umweltschonende Wirkung von AdBlue hat enormes Zukunftspotential in Europa. Diesen Trend wird die OMV aktiv mitgestalten. Bereits im März 2003 hatte die OMV die weltweit erste AdBlue Tankstelle in Bayern eröffnet.

Weniger Schadstoffe bei LKW Transit

Das Prinzip der SCR Technik ist benutzerfreundlich: AdBlue wird in einen zusätzlichen Tank des LKWs gefüllt und während des Betriebs automatisch in das Abgassystems eingedüst. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung der Luftqualität geleistet: Mit AdBlue kann die Schadstoffemission bei LKWs drastisch gesenkt werden. 35 neue mit AdBlue und SCR-Technik ausgestattete Nutzfahrzeuge emittieren soviel Partikelmasse wie nur ein LKW noch vor 10 Jahren ohne AdBlue-Zusatztank. Bei der Stickoxidemission wird mit AdBlue eine Verminderung um den Faktor Sieben erreicht: Sieben AdBlue LKWs emittieren gleichviel wie ein Nutzfahrzeug ohne AdBlue Technologie. Gleichzeitig senkt der Einsatz von AdBlue den Kraftstoffverbrauch um bis zu 7%.

OMV Vorreiter bei Emissionsminderung

Ab 2005 fordert die EU mit der Einführung des neuen Euro 4 Emissionsstandards eine drastische Senkung bei Partikeln und Stickoxiden bei Nutzfahrzeugen. Mit der Eröffnung der AdBlue-Station in Tirol ist die OMV dieser Entwicklung einen Schritt voraus. Aufgrund der entsprechenden EU Richtlinien wird der Bedarf nach AdBlue in Europa drastisch steigen.

Der österreichische Gesamtbedarf für 2006 wird sich bei rund 10 Millionen Liter bewegen und sich bis 2010 auf rund 100 Millionen Liter steigern. Insgesamt werden 2010 in Österreich mit 50.000 Lkws über 7 Tonnen etwa 15% der derzeit registrierten LKWs mit zusätzlichen AdBlue Tanks ausgerüstet sein. Beschleunigend auf die Einführung von LKWs mit AdBlue Technik wirkt sich überdies die Entwicklung der LKW-Mautsysteme und KFZ-Steuern aus, wie etwa in Deutschland, wo die Abgaben auch von der Höhe der Schadstoffemission abhängen.

Die Eröffnung der OMV AdBlue Tankstelle in Vomp ist ein erster Schritt zur flächendeckenden Versorgung des Transitverkehrs mit OMV AdBlue in Zentral- und Osteuropa. In Österreich wird die OMV bis 2005 neun weitere Tankstellen entlang der Hauptverkehrsachsen mit AdBlue ausrüsten. Damit bietet die OMV der Nutzfahrzeugindustrie die notwendige Infrastruktur für die neuen LKWs mit AdBlue SCR Technik.

OMV weltweit führend bei AdBlue-Entwicklung

Seit über 10 Jahren treibt die 100% OMV Tochter Agrolinz Melamin International (AMI) gemeinsam mit den Herstellern von Nutzfahrzeugen die Entwicklung der AdBlue Technik voran. Damit festigt die OMV ihre internationale Vorreiterrolle bei der LKW Schadstoffminimierung. Das SCR verfahren für die Abgasnachbehandlung bei Nutzfahrzeugen befindet sich gegenwärtig in der Serienentwicklung. Die ersten LKWs mit AdBlue Technik werden Ende 2004 ausgeliefert. Die Nutzfahrzeugindustrie bekennt sich dazu, spätestens ab 2008 alle neuen LKWs mit AdBlue Technik auszurüsten. Die OMV wird im Rahmen ihres zentraleuropäischen Tankstellennetzes die nötige Infrastruktur und Logistik für AdBlue LKWs zur Verfügung stellen.

Hintergrundinformationen

Überblick: OMV Innovationen im Umweltschutz 1984: Erstes bleifreies Benzin Österreichs 1985: Inbetriebnahme der ersten Rauchgasentschwefelungsanlage in der Raffinerie Schwechat 1990: Als europaweit erstes Unternehmen senkt die OMV den Schwefelgehalt von Heizöl extra Leicht von 0,2% auf 0,1% und von Heizöl Schwer von 2% auf 1%. 1991: OMV erste Tankstellenmarke mit flächendeckendem Angebot von Benzin mit Bleiersatz 1993: Als erstes europäisches Unternehmen ermöglicht OMV die Umstellung auf ausschließlich bleifreies Benzin in Österreich. Als weltweit erstes Unternehmen Produktion und Vertrieb von biologisch abbaubarem Motoröl. 1997: Eröffnung der ersten Erdgastankstelle (CNG) in Österreich. 2000: Erster schwefelfreier Kraftstoff in Österreich: OMV Super Plus iMotion Benzin. 2002: Produktion von schwefelfreiem Diesel in Raffinerie Burghausen (Bayern) als erste Raffinerie in Deutschland. Als erste Tankstellenmarke Vertrieb von ausschließlich bleifreiem Kraftstoff in Bulgarien. 2003: Eröffnung der weltweit ersten AdBlue Tankstelle in Bayern 2004: Ab 1. Jänner alle Kraftstoffe auf heimischen OMV Tankstellen sind schwefelfrei Einführung von OMV Super 100 Sommer 2004: Eröffnung der ersten österreichischen OMV AdBlue Tankstelle in Vomp/Tirol

Harnstoff als Schadstoffkiller

Die Substanz, die im Urin von Säugetieren als Endprodukt des Eiweiß-Stoffwechsels ausgeschieden wird, dient der Industrie schon länger als Schadstoffkiller. Industriell wird Harnstoff synthetisch aus Ammoniak und Kohlendioxid hergestellt und zählt bei der Verminderung von Stickoxiden in stationären Kraftwerken zum Stand der Technik.

Flüssige Harnstofflösungen werden durch Einmischen der heißen Schmelze in entsalztes Wasser hergestellt. Rund 80% des Harnstoffs werden weltweit als Düngemittel und Futtermittelzusatz in der Landwirtschaft eingesetzt, der Rest findet in der Kunststoff-, Textil- und Pharmaindustrie Verwendung sowie zur Herstellung von Harzen wie z.B. Melamin. Die Harnstofflösung AdBlue wird von einer Tochtergesellschaft der OMV, der AMI in Linz produziert. Damit verfügt die OMV als Mineralölkonzern und verlässlicher Partner des Transportgewerbes auch über langjährige Erfahrung im Umgang mit Chemieprodukten.

Euro 4 Emissionsstandards

Diese machen für LKW Dieselmotoren ab 2005 eine Abgasnachbehandlung erforderlich. Hier gilt die SCR (Selective Catalytic Reduction) Technologie mit dem Harnstoff AdBlue als effizienteste Methode, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig Kraftstoff zu sparen.

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