Geriatriekonzept - SP-Matzka-Dojder: "Vorrang für die Betreuung zu Hause!"

Wien (SPW-K) - "Für uns SozialdemokratInnenn stellt es eine große politische Aufgabe dar, das Angebot nach Pflege und Betreuungsleistungen in der Stadt für die Menschen so zu sichern, dass die Betroffenen in die Entscheidungen einbezogen werden und dadurch ihre Autonomie und Selbstbestimmung bis ins hohe Alter beibehalten kann", sagte gestern SPÖ-Gemeinderätin Anica Matzka-Dojder im Rahmen der Debatte zum Geriatriekonzept im Wiener Gemeinderat. "Und Wien hat rechtzeitig begonnen, analog zum geänderten Bedarf und den Bedürfnisse der Menschen Maßnahmen und Prozesse einzuleiten. Und es ist und völlig bewusst, dass wir das Angebot auch für die Zukunft weiterentwickeln und sichern müssen."****

Aus diesem Grund sei auch eine interfraktionelle Arbeitsgemeinschaft in der gemeinderätlichen Geriatriekommission eingerichtet worden - die Ergebnisse dieser Arbeit seien nun in einem Strategiekonzept zusammengefasst, so Matzka-Dojder. "Er enthält unsere Beiträge und die Beiträge der anderen Parteien. Und in den meisten Punkten gibt es große Überschneidungen. Daher verstehe ich es nicht, warum die Oppositionsparteien dem Konzept auf einmal ihre Zustimmung verweigern."

An die Oppositionsparteien gerichtet sagte Matzka-Dojder: "Sind Sie denn wirklich gegen Vorrang für die Betreuung zuhause, gegen Spezialisierung der Pflegeeinrichtungen des Wiener Krankenanstaltenverbundes, gegen verstärkte Kooperation mit den privaten Pflegeorganisationen, gegen Verbesserung für das Pflegepersonal sowohl in den Pflegeeinrichtungen als auch im extramuralen Bereich, gegen Maßnahmen, die das Bewusstsein der Pflegepersonen stärken, gegen flexiblere und gesündere Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit von Job-Rotation?"

Man habe sich darauf geeinigt, dass eine umfassende Geriatriereform eingeleitet werden soll, "um langfristige bedarfs-und bedürfnisorientierte Pflege zu sichern, wo der Leistungsanspruch weder von der sozialen Lage noch von finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen abhängig ist", so Matzka-Dojder. "Ich appelliere deshalb an ÖVP, Grüne und FPÖ, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren und mit uns zusammenzuarbeiten. Beziehen wir doch die betroffenen Menschen in diesen Entscheidungsprozess ein. Man kann auch nicht von einem Tag auf den anderen alles anders machen, ohne ein umfassendes Konzept zu haben!" (Schluss)

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