Geriatriekonzept - SP-Klicka: "Lebenswertes Altern in Wien - aktiv und selbstbestimmt!"

Wien (SPW-K) - "Die Geriatriekommission des Wiener Gemeinderates
hat sich in den letzten sechs Monaten intensiv mit der zukünftigen Betreuung in Wien auseinandergesetzt", sagte gestern die Vorsitzende der Geriatriekommission, SPÖ-Gemeinderätin Marianne Klicka, im Rahmen der Debatte zum Geriatriekonzept im Wiener Gemeinderat. "Die PolitikerInnen aller Fraktionen wurden bei diesem Diskussionsprozess unter anderem von ExpertInnen aus dem In- und Ausland, den zuständigen BeamtInnen, VertreterInnen des Krankenanstaltenverbundes sowie dem Fonds Soziales Wien unterstützt!" ****

Die im Herbst geplanten und einstimmig vereinbarten fünf ganztägigen Sitzungen der Gemeinderätlichen Geriatriekommission des Wiener Gemeinderates zur Zukunft der Betreuung älterer Menschen wurden im Mai abgeschlossen "Diskussionsergebnisse und Expertenmeinungen wurden zu einem Strategiekonzept zusammengefasst", so Klicka.

"Wir sind uns bewusst, dass die steigende Lebenserwartung große Anforderungen an die Gesellschaft und an das Sozial- und Gesundheitssystem stellen wird. Dementsprechend werden wir für diese Bevölkerungsgruppe differenzierte Betreuungsformen und Angebote entwickeln."

Grundsätzlich werde dabei dem Wunsch der älteren Menschen nach Selbstbestimmung entsprochen: "Professionelle Dienstleistungen sollen unterstützend, fördernd und individuell abgestimmt zum Einsatz kommen", unterstreicht Klicka. "Information und Koordination der Leistungen sollen über eine Vermittlungsstelle für die BürgerInnnen leicht erreichbar sein. Ein gut funktionierendes Pflegenetzwerk soll die Durchlässigkeit des Systems zum Ziel haben und Remobilisation und Rehabilitation ermöglichen um das Wohnen in Pflegeheimen , wenn es nicht aus medizinischen Gründen erforderlich ist, hinauszuzögern."

Ambulant statt stationär

"Ambulant vor stationär ist uns Sozialdemokraten wichtig", so Klicka. "Jeder Mensch soll solange als möglich mit Unterstützung in seiner gewohnten Umgebung leben können." Der Rückbau der Großpflegeeinrichtungen, wie zum Beispiel das Geriatriezentrum am Wienerwald, werde fortgesetzt.

Für schwerstkranke ältere Menschen werde es darüber hinaus Sonderkrankenanstalten mit medizinischem Schwerpunkt geben. "PPP-Modelle und der Neubau von Einrichtungen zum betreuten Wohnen über private Träger sollen wohnortnahe errichtet werden", so die SP-Gemeinderätin. "Ebenso wichtig ist uns aber auch die Förderung und Unterstützung all jener, die in den Pflegeberufen tagtäglich hervorragende Arbeit leisten. Flexible Arbeitszeitmodelle, Arbeit in überschaubaren Teams und interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Abbau der Hierarchien sollen den Pflegeberuf attraktiv machen. Durchlässige Ausbildungssysteme sind ebenso notwendig wie vermehrte geriatrische Ausbildung."

Zur Umsetzung aller Ziele müssten aber auch Maßnahmen der Bundesregierung und der Sozialversicherungsträger vom Land Wien eingefordert werden. "Die Valorisierung des Pflegegeldes sowie die Beschleunigung der Verfahren des Pflegegeldes sind umgehend durchzuführen. Über den Finanzausgleich ist die Spitalsfinanzierung und die Wohnbauförderung sicher zu stellen", so Klicka. "Insgesamt hat die Kommission gute Arbeit geleistet - ich lade die Mitglieder aller Fraktionen ein, im Herbst mit uns gemeinsam einen Beschluss-und Resolutionsantrag zu dem Konzept zu erarbeiten und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen." (Schluss)

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