ARBÖ: Warnwestenpflicht auch für Motorradfahrer sinnvoll

Knapp ein Viertel mehr Tote durch Motorradunfälle in den ersten vier Monaten des Jahres

Wien (OTS) - Der ARBÖ stellt zur Diskussion, die
Warnwesten-Pflicht auch für Motorradfahrer einzuführen und sie im Pannenfall den Autofahrern gleich zu stellen. "Bei einer Panne stellt auch das Motorrad ein gefährliches Hindernis dar, nicht nur die Autos. Wenn schon Sicherheit, dann für alle", argumentiert ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger.

Ein weiteres gewichtiges Argument liefert die Unfallbilanz des heurigen Jahres. Von Jänner bis April starben nach Angaben der Statistik Austria 17 Biker auf Österreichs Straßen, um knapp ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Die 17 toten Motorradler waren ausnahmslos Männer und ausnahmslos Lenker, zeigt eine Auswertung der Statistik Austria. Seit April sind nach vorläufigen Angaben mindestens weitere 17 Motorradlenker dazugekommen, die ihr Leben lassen mussten.

Mehr Schutz für Biker durch eine Warnjacke wäre auch bei schlechten Wetterverhältnissen angebracht, wenn sich die Lenker unter Brücken oder Tunnels zusammenfinden, um auf das Ende des Regens zu warten, regt der ARBÖ an.

Darüber hinaus rät der ARBÖ allen Autofahrern und sonstigen Verkehrsteilnehmern wie Fußgänger, Radler und Mopedfahrer, auf freiwilliger Basis Warnwesten zu tragen, wann immer sie zur eigenen Sicherheit besser sichtbar sein wollen. Der ARBÖ geht mit gutem Beispiel voran. Alle ARBÖ-Pannenfahrer führen seit Monaten zusätzliche reflektierende Warnwesten zum besseren Schutz der Kunden mit. Der ARBÖ verkauft in allen seinen 95 Dienststellen qualitativ hochwertige und der EU-Norm EN 471 entsprechende Warnwesten für 4,60 Euro (für ARBÖ-Mitglieder) bzw. 6,80 Euro (Nicht-Mitglieder).

Der ARBÖ begrüßt die im Entwurf zur 24. Novelle des Kraftfahrgesetzes vorgesehene "Mitführverpflichtung" von Warnwesten und der vorgesehenen Trageverpflichtung bei Pannen. Um eine flächendeckende Versorgung mit Warnwesten für Österreicher, die vielen Urlauber und Durchreisenden zu gewährleisten wäre nach Ansicht des ARBÖ ein späterer Termin als Juli 2005 nach wie vor sinnvoll. Dr. Auracher-Jäger: "Schon jetzt mit Bewusstseinsbildung beginnen und die Verkehrsteilnehmer von den Vorteilen der Warnweste zu überzeugen bringt mehr als äußerer Zwang".

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