Gorbach appelliert an Postbus-Gewerkschaft, Schüler und Pendler nicht unter den Protesten leiden zu lassen

Wien (OTS) - "Diese Art von Behinderung ist für die Kunden unzumutbar und überdies sinnlos, denn der Privatisierungsbus ist bereits abgefahren. Es ist unverantwortlich, die Schüler und Pendler unter den Protesten der Gewerkschaft leiden zu lassen. Gerade am Mittwoch haben viele Schüler Entscheidungsprüfungen zu bestehen. Die zusätzliche Belastung, dass für den Transport in die Schule nun kurzfristig eine Alternative gefunden werden muss, ist für Schüler und Eltern unzumutbar. Ich ersuche die Gewerkschaft, ihren Plan nochmals zu überdenken, zumal im Zuge des letzten Gespräches im Vizekanzleramt sowohl von politischer Seite als auch von Seite der Unternehmensführung zugesichert wurde, dass Modelle zur Absicherung der Mitarbeiter - von Arbeitsplatzgarantien bis hin zu Leasingmodellen - geprüft werden", appellierte Vizekanzler Hubert Gorbach am Dienstag in Richtung Postbus-Gewerkschaft, die am Mittwoch in den Frühspitzen die Postbusse stillstehen lassen will.

Er erwarte sich, das Gewerkschaftschef Wurm einen Schlussstrich unter die Angstmache setze, denn es sei weder richtig, dass 600 Mitarbeiter kurzfristig ihren Arbeisplatz verlieren, noch dass die Verkehrsversorgung gefährdet sei, betonte der Minister.

Zu den angedrohten Streiks im Herbst meinte Gorbach: "Ein Streik schadet einem Unternehmen immer - finanziell und vor allem auch, was das Image eines verlässlichen Partners betrifft". Die Kunden würden diesen Streik nicht verstehen, denn gerade die Teilprivatisierung würde für mehr Wettbewerb im Sinne von mehr Angebot und Qualität für die Kunden sorgen, erklärte der Verkehrsminister. Am Ende des Tages wird die Teilprivatisierung Arbeitsplätze sichern und nicht gefährden, schloss Gorbach.
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