Faymann: Geförderte Sanierung auf Rekordniveau

Bund darf bei Wohnbauförderung nicht auf Kosten der Mieter sparen

Wien (OTS) - Die geförderte Sanierung befindet sich auf Rekordniveau. Derzeit werden Wohnhäuser mit insgesamt 28.868 Wohnungen saniert. Die Stadt fördert diese Sanierungen mit insgesamt 304 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag diese Zahl bei nur 24.170 Wohnungen.

"Heuer, 30 Jahre nach dem Startschuss der Stadterneuerung in Wien, hat sich dieses Instrument zu einem wesentlichen Schwerpunkt des Wiener Wohnbaus entwickelt. Rundumerneuerte Wohnhäuser bringen nicht nur den betroffenen Bewohnern mehr Lebensqualität, sondern werten das gesamte angrenzende "Grätzel" auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Metropolen der Welt praktiziert Wien die "sanfte Stadterneuerung", bei der die Mieter weiter in ihren Wohnungen leben und sie sich die Miete danach Dank der Wohnbauförderung auch weiterhin leisten können. Dadurch wird auch die für Wien typische soziale Durchmischung gewährleistet, Ghettobildungen und Segregation, wie sie in vielen anderen Großstädten zu sehen sind, werden vermieden. Dieser gemeinsame Weg von Stadtverwaltung, Mietern und Hauseigentümern wurde bereits zu einem internationalen Markenzeichen für Wien", so Wohnbaustadtrat Werner Faymann anlässlich des Rechnungsabschlusses 2003 im Wiener Gemeinderat.

Stadt unterstützt vermehrt mit Wohnbeihilfe

Gestiegen ist allerdings auch die Zahl der Wohnbeihilfe-Bezieher. Derzeit erhalten mehr als 41.000 Familien in finanziell schwierigen Situationen Wohnbeihilfe. Das ist eine Steigerung um mehr als 100 Prozent gegenüber 1999, als die Anzahl bei 19.000 lag. Ein Teil dieser Steigerung geht auf die Einführung der Allgemeinen Wohnbeihilfe im Jahr 2001 zurück. Seitdem ist es auch Bewohnern von privaten Mietwohnungen möglich, Wohnbeihilfe zu erhalten. Auch ausländische Staatsbürger, die sich mindestens 5 Jahre in Österreich aufhalten, können seitdem Wohnbeihilfe erhalten.

"Die Stadt erfüllt hier einen wichtigen sozialen Auftrag. Menschen, die krank oder arbeitslos werden, sollen auf diese Weise weiter in ihren Wohnungen leben können. Und zwar unabhängig davon, ob sie in einer Gemeindewohnung, einer Genossenschaftswohnung oder einer privaten Mietwohnung leben.

Die Stadt kann diesem Auftrag aber nur dann nachkommen, wenn der Bund seine Wohnbauförderungsleistungen an die Länder weiterhin in voller Höhe aufrecht erhält. Werden die Wohnbauförderungstransfers vom Bund an die Länder eingeschränkt, so hätte das gravierende negative Folgen für die soziale Situation in Wien", sagte Faymann. (Schluss) gmp

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