VP-Fuchs: Wiener Wohnbau ist Stiefkind der SP-Stadtverwaltung

Enormer Nachholbedarf bei Neubau und Sanierung

Wien (VP-Klub): "Die Stadt Wien erhält vom Bund jährlich rund 460 Mio. Euro für die Errichtung und Sanierung von Wohnungen. Aber was macht Wien? Allein im letzten Jahr hat Wien um 30 Mio. Euro weniger in den Wohnbau investiert, als im Budgetvoranschlag vorgesehen war. Und das, obwohl die Stadt weitere 450 Mio. Euro aus Rückzahlungen aus Wohnbaudarlehen auf der hohen Kante hat", kritisierte ÖVP Wien Wohnbausprecher LAbg. Georg Fuchs im Rahmen der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates zum Rechnungsabschluss.

"Nicht nur, dass angesichts der hohen Arbeitslosenrate Investitionen in die Bauwirtschaft die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen, wäre der Einsatz der verfügbaren Mittel für die Erreichung des Kyoto-Zieles durch thermische Sanierungen bestehender Wohnungen dringend notwendig", so Fuchs. Wien habe im Bereich ökologischen Bauens bisher nicht einmal ein Konzept erstellt und sei nach wie vor Schlusslicht in Österreich.

In Wien gebe es auch noch immer eine große Zahl von Substandard-Wohnungen, um deren Sanierung sich die Wiener SP-Stadtverwaltung auch nur sehr halbherzig und vor allem unkoordiniert kümmere. Fuchs: "Es kann doch nicht sein, dass es in einer Großstadt wie Wien immer noch tausende Wohnungen gibt, die über keinen eigenen Wasseranschluss und keine WC-Anlage verfügen. Ich fordere die SP-Stadtregierung daher auf, zumindest die Hälfte der Rücklagen aus der Wohnbauförderung noch im heurigen Jahr für die Sanierung von Wohnungen einzusetzen."

Möglichkeit von Wohnungseigentum für alle sozialen Schichten

Weiters forderte der Wiener ÖVP Wohnbausprecher, dass es für alle Schichten der Wiener Bevölkerung möglich sein müsse, sich Wohnungseigentum zu schaffen. "Die SP-Stadtregierung muss dafür Sorge tragen, dass sich auch Wienerinnen und Wiener mit geringem Einkommen den Wunsch nach Wohnungseigentum erfüllen können. Eine Gleichstellung der Eigentumsförderung mit jener zur Förderung von Mietwohnungen ist daher anzustreben", forderte Fuchs. Durch die Umstellung von Förderung auf Darlehen werde das Geld nur vorgestreckt und sei von den neuen Wohnungseigentümern langfristig zurückzuzahlen.

Förderung von Sicherheitseinrichtungen im Wohnbau

Auch dem Bedürfnis nach mehr Sicherheit im Wohnbereich ist im Rahmen der Wohnbauförderung zu entsprechen. "Dem Bedürfniss nach mehr Sicherheit im Wohnbereich ist unverzüglich nachzukommen. Die Wiener ÖVP fordert daher die Stadt Wien auf, den Einsatz von Wohnbauförderungsgeldern auch für die Einrichtung von Torsprechanlagen, Zutrittskontrollanlagen, Garenüberwachung und ähnlichem zu ermöglichen", so Fuchs weiter.

Abschließend stellte Fuchs fest: "Die SP-Stadtregierung hat den Wohnbau in Wien offensichtlich nicht im Griff. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Zahl jener, die in Wien auf eine Wohnung warten müssen, jährlich um etwa 5.000 ansteigt. Hier ist vieles versäumt worden. Der Nachholbedarf ist enorm. Die SP-Stadtverwaltung muss hier endlich neue Wege gehen."

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