- 29.06.2004, 11:09:47
- /
- OTS0082 OTW0082
VP-Fuchs: Wiener Wohnbau ist Stiefkind der SP-Stadtverwaltung
Enormer Nachholbedarf bei Neubau und Sanierung
Wien (VP-Klub): "Die Stadt Wien erhält vom Bund jährlich rund 460
Mio. Euro für die Errichtung und Sanierung von Wohnungen. Aber was
macht Wien? Allein im letzten Jahr hat Wien um 30 Mio. Euro weniger
in den Wohnbau investiert, als im Budgetvoranschlag vorgesehen war.
Und das, obwohl die Stadt weitere 450 Mio. Euro aus Rückzahlungen aus
Wohnbaudarlehen auf der hohen Kante hat", kritisierte ÖVP Wien
Wohnbausprecher LAbg. Georg Fuchs im Rahmen der heutigen Sitzung des
Wiener Gemeinderates zum Rechnungsabschluss.
"Nicht nur, dass angesichts der hohen Arbeitslosenrate Investitionen
in die Bauwirtschaft die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze
schaffen, wäre der Einsatz der verfügbaren Mittel für die Erreichung
des Kyoto-Zieles durch thermische Sanierungen bestehender Wohnungen
dringend notwendig", so Fuchs. Wien habe im Bereich ökologischen
Bauens bisher nicht einmal ein Konzept erstellt und sei nach wie vor
Schlusslicht in Österreich.
In Wien gebe es auch noch immer eine große Zahl von
Substandard-Wohnungen, um deren Sanierung sich die Wiener
SP-Stadtverwaltung auch nur sehr halbherzig und vor allem
unkoordiniert kümmere. Fuchs: "Es kann doch nicht sein, dass es in
einer Großstadt wie Wien immer noch tausende Wohnungen gibt, die über
keinen eigenen Wasseranschluss und keine WC-Anlage verfügen. Ich
fordere die SP-Stadtregierung daher auf, zumindest die Hälfte der
Rücklagen aus der Wohnbauförderung noch im heurigen Jahr für die
Sanierung von Wohnungen einzusetzen."
Möglichkeit von Wohnungseigentum für alle sozialen Schichten
Weiters forderte der Wiener ÖVP Wohnbausprecher, dass es für alle
Schichten der Wiener Bevölkerung möglich sein müsse, sich
Wohnungseigentum zu schaffen. "Die SP-Stadtregierung muss dafür Sorge
tragen, dass sich auch Wienerinnen und Wiener mit geringem Einkommen
den Wunsch nach Wohnungseigentum erfüllen können. Eine Gleichstellung
der Eigentumsförderung mit jener zur Förderung von Mietwohnungen ist
daher anzustreben", forderte Fuchs. Durch die Umstellung von
Förderung auf Darlehen werde das Geld nur vorgestreckt und sei von
den neuen Wohnungseigentümern langfristig zurückzuzahlen.
Förderung von Sicherheitseinrichtungen im Wohnbau
Auch dem Bedürfnis nach mehr Sicherheit im Wohnbereich ist im Rahmen
der Wohnbauförderung zu entsprechen. "Dem Bedürfniss nach mehr
Sicherheit im Wohnbereich ist unverzüglich nachzukommen. Die Wiener
ÖVP fordert daher die Stadt Wien auf, den Einsatz von
Wohnbauförderungsgeldern auch für die Einrichtung von
Torsprechanlagen, Zutrittskontrollanlagen, Garenüberwachung und
ähnlichem zu ermöglichen", so Fuchs weiter.
Abschließend stellte Fuchs fest: "Die SP-Stadtregierung hat den
Wohnbau in Wien offensichtlich nicht im Griff. Anders ist es nicht zu
erklären, dass die Zahl jener, die in Wien auf eine Wohnung warten
müssen, jährlich um etwa 5.000 ansteigt. Hier ist vieles versäumt
worden. Der Nachholbedarf ist enorm. Die SP-Stadtverwaltung muss hier
endlich neue Wege gehen."
OTS0082 2004-06-29/11:09
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR






