WLAN-Sicherheit in Linz mangelhaft

St. Pölten (OTS) - Vier Studenten der Fachhochschule St. Pölten, Fachrichtung Telekommunikation haben im Stadtgebiet von Linz eine Untersuchung zur Sicherheit von sog. Wireless LANs, drahtlosen Netzen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sicherheitslücken groß sind und mehr als 50% aller aufgespürten Netzwerke einen unverschlüsselten Datentransport verwenden. Somit sind die Inhalte für jedermann ohne näheres Fachwissen zugänglich.

Drahtlose Netze (Wireless LANs) erfreuen sich durch steigende Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen sowohl bei Normalanwendern als auch bei Firmen einer steigenden Beliebtheit. Da man sich zu drahtlosen Netzen einfacher Zugang verschaffen kann, brauchen WLANs spezielle Sicherheitsmassnahmen.

Studierende der Fachhochschule St. Pölten, Fachrichtung Telekommunikation fanden in ihrer Untersuchung über "WLAN Security" im Stadtgebiet von Linz heraus, dass die Sicherheitslücken bei Standardinstallationen enorm sind. Als Untersuchungsmethode wurden sogenannte "War Driving" Fahrten mit üblichem WLAN Equipment angewandt.

Ausgerüstet mit einem handelsüblichen Notebook, einer WLAN-Karte und der passenden Software konnten 229 Netze aus dem Auto aufgespürt werden. Mehr als die Hälfte der aufgespürten Netzwerke verwenden einen unverschlüsselten Datentransport, was soviel bedeutet wie, dass damit potentiellen Hackern Tür und Tor geöffnet sind.

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es notwendig ist, intensive Aufklärungsarbeit in Bezug auf WLAN und Sicherheit zu leisten.", so Network/Security Consultant und Lehrbeauftragter der Fachhochschule St. Pölten DI Andreas Schaupp.

Schützen können sich WLAN Anwender, indem sie

1) zumindest die WLAN-spezifische Verschlüsselung WEP (Wired Equivalency Privacy) oder bessere Verschlüsselungsverfahren (z.B. IPSec VPN oder SSL) einsetzen 2) eine Standard-Hersteller SSID (Service Set Identifier = WLAN Name) vermeiden und auch keine Bezeichnung in der SSID verwenden, die leichte Rückschlüsse auf die verwendende Organisation oder Person zulässt. (z.B. WLANMaxMustermann) 3) eventuell zusätzliche Hersteller-spezifische Mechanismen der WLAN Access Points nutzen

Rückfragen & Kontakt:

Bernhard Mitterer
Telekommunikations-Student Fachhochschule St. Pölten
admin@bmitt.com
Tel.: +43-650-5320364

Dipl.-HTL-Ing. Andreas Schaupp MSc
Lehrbeauftragter Fachhochschule St. Pölten
andreas.schaupp@fh-stpoelten.ac.at
Tel.: 0699/18661360

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