Haupt zu Bankenverband: Einführung eines 10-prozentigen Selbstbehaltes wäre Risikoabwälzung zulasten der Kunden

Wien (BMSG/OTS) - Auf Unverständnis bei
Konsumentenschutzminister Mag. Herbert Haupt stößt die Forderung des Österreichischen Bankenverbandes nach Einführung eines 10-prozentigen Selbstbehaltes auf alle Spareinlagen von Privatkunden im Falle einer Bankinsolvenz. "In letzter Zeit entwickelt sich seitens unterschiedlichster Unternehmen ein Trend, anfallende Mehrkosten auf die Konsumenten abwälzen zu wollen. Dabei spiele ich als Konsumentenschutzminister sich nicht mit", erklärte Haupt wörtlich. ****

Die Einlagensicherung bedeutet, dass die im Bankenverband zusammengefassten Institute im Falle der Insolvenz einer Bank den Einlegern bis zu € 20.000,-- inklusive Zinsen zu bezahlen haben.

Minister Haupt kann der Argumentation des Bankenverbandes, dass ein Selbstbehalt von 10 Prozent gerechtfertigt sei, da Pleiten oft durch überhöhte Zinsen verursacht werden, nichts abgewinnen. "Einer Risikoabwälzung zulasten der Bankkunden werde ich als Konsumentenschutzminister mit Sicherheit nicht zustimmen, denn für die Kalkulation ihrer Zinsen sind die Banken wirklich selbst verantwortlich. Die Einlagensicherung verfolgt den Zweck, Besitzern von Sparguthaben eine gewisse Sicherheit zu geben, dass sie bei der Insolvenz nicht um ihr ganzes Erspartes umfallen. Und genau deshalb bin ich auch der Ansicht, dass dies so bleiben soll", so Haupt abschließend. (Schluss) bxf

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