Die Wörtherseefestspiele sind eröffnet

LH Haider: Offene Festspiele für Gäste und Einheimische -Intendant Zanella will See und Stadt näher zusammenbringen -Vielseitiges Programm für Kultursommer angekündigt

Klagenfurt (LPD) - Als echter Kulturfan entpuppte sich Montag
Abend der Wettergott. Rechtzeitig zur Eröffnung der neuen Wörtherseefestspiele schob er die Regenwolken zur Seite, um einer einzigartigen Klangwolke Platz zu machen. Festspielintendant Renato Zanella hatte angekündigt, den See zur Stadt zu bringen, was er mit der Vorstellung des abwechslungsreichen Seebühnen-Programms am Klagenfurter Neuen Platz auch erfüllte.

Vor zahlreichen Kulturfreunden, die den Platz vor dem Lindwurm füllten, verwies Landeshauptmann Jörg Haider auf die erfolgreiche Geschichte der Wörthersee Bühne. Was vor fünf Jahren bescheiden begonnen habe, sei nun erwachsen geworden, meinte der Landeskulturreferent. Einheimische und Gäste lud er dazu ein, rege vom Angebot des Kultursommers Gebrauch zu machen. "Wir wollen offene Festspiele bieten, die nicht nur für Touristen interessant sind", so Haider. Die Bevölkerung solle daher die Chance nützen, in der Kultur "Freude und Erbauung" zu finden.

Intendant Zanella, der sich als "Fan Kärntens" bezeichnete, kündigte ein "schönes Fest für den Sommer" an. Die Vorarbeit dazu sei mit viel Enthusiasmus erfolgt und Kärnten sei die ideale Region für die neuen Festspiele, da hier drei Länder "in dynamischer und motivierender Weise" zusammenkämen. Ihm gehe es darum, Klagenfurt und den Wörthersee näher zusammenzubringen und die Beziehung zwischen der Stadt und den Festspiele zu intensivieren. Dazu soll durch eine Seepromenade die Distanz zwischen See und Stadt verkürzt werden, außerdem will Zanella die Innenhöfe Klagenfurts für Aufführungen nutzen. So sollen unter dem Motto "Tradition - Innovation" Festspiele "der Kreativität" dargeboten werden. "Wir werden Sie nicht enttäuschen, versprochen", rief Zanella in die Zuschauermenge.

Auch Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher ging auf das Zusammentreffen der drei Kulturkreise ein und nannte die Festspiele ein "wichtiges Element des Kultursommers im Alpen-Adria-Raum". Sein Vize Kulturreferent Mario Canori sah in den Wörtherseefestspielen eine große Chance, die kulturell und wirtschaftlich genutzt werden könne.

Durch die Eröffnung am Montag führte Miguel Herz Kestranek, musiziert haben Mitglieder des Symphonieorchesters RTV Slowenien. Für eindrucksvollen Rhythmus sorgten "Bogdan Bacanu & Prisma Percussions" aus Linz, ungewöhnlichen Tanz zeigten "The Momix Dancers" aus New York. Klassisch verwöhnten die Solisten Arpine Rahdjian und Helmuth Wildhaber die Ohren des Publikums, eine stimmungsvolle Tonprobe aus dem Musical "Tosca - amore disperato" gaben Rosalia Misseri und Graziano Galatone. Präsentiert wurde auch "Spartacus" des Wiener Staatsopernballetts sowie die Charity-Gala "Human Waves" zugunsten der "Sir Peter Ustinov-Foundation".

Die Wörtherseefestspiele starten am 30. Juni und 1. Juli mit dem Wiener Staatsopernballett und "Spartacus" (Inszenierung Renato Zanella). Vom 9. bis 11. und vom 13. bis 15. Juli wird die europäische Uraufführung "opus cactus" in der Choreographie Moses Pendletons von der New Yorker Gruppe "Momix" gezeigt, "Best of Momix" steht am 17. und 18. Juli auf dem Programm. Die Charity-Gala "Human Waves” findet am 16. Juli zugunsten der "Sir Peter Ustinov-Foundation” statt. Absoluter Höhepunkt der Festspiele ist die Musicalversion der Oper "Tosca". In 22 Aufführungen bis 15. August will Lucio Dalla das Publikum mit "Tosca - amore disperato" begeistern.

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