- 27.06.2004, 13:48:16
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Arbeitszeit: Moser - Bartenstein will Lohnkürzungen
Wien (SK) Mit scharfer Kritik reagierte
SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser auf den Vorstoß von
Wirtschaftsminister Bartenstein, die Wochenarbeitszeit zu verlängern.
"Was Bartenstein 'Flexibilisierung' nennt, ist der eindeutige
Versuch, die Arbeitszeit zu verlängern", so Moser am Sonntag zum
SPÖ-Pressedienst. Bartensteins Motive seien dabei offensichtlich, so
Moser: "Letztlich will der Wirtschaftsminister für die Großindustrie
die Lohnkosten drücken." ****
Für den SPÖ-Wirtschaftssprecher ist klar, dass es Bartenstein
dabei nicht um mehr Beschäftigung geht. Denn eine
Arbeitszeitverlängerung würde keinesfalls zu einem größeren
Arbeitsplätzeangebot führen. Moser: "Arbeitsplätze entstehen durch
eine hohe gesamtwirtschaftliche Nachfrage", in diesem Bereich bliebe
die Regierung allerdings untätig, wie die Steuerreform hinlänglich
bewiesen habe.
Einmal mehr wolle der Wirtschaftsminister den Forderungen und
Drohungen der Großindustrie nachgeben, warnte Moser mit dem Hinweis
auf die Senkung der Körperschaftssteuer und die Umweltzertifikate.
Moser sieht Bartenstein, der auch Arbeitsminister ist, in einem
Dilemma, in dem er sich immer wieder für die Großindustrie und gegen
die Arbeitnehmer und Klein- und Mittelbetriebe entscheidet. "Dem
Industriellen Bartenstein ist offensichtlich das Hemd näher als der
Rock", fasste Moser zusammen. (Schluss) wf
OTS0038 2004-06-27/13:48
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