Grillitsch: Ökostromgesetznovelle zur Effizienzsteigerung nicht notwendig

Eine nachhaltige Energiepolitik ist für die Konsumenten auf Dauer am billigsten

Wien (AIZ) - "Die Novellierungsvorschläge der Industrie zum Ökostromgesetz gefährden den erfolgreichen österreichischen Weg, die heimische Stromversorgung durch eine eigene umweltfreundliche Produktion auch in Zukunft abzusichern. Wie wichtig und richtungsweisend das aktuelle Ökostromgesetz ist, zeigen gerade die aktuellen Turbulenzen auf den Ölmärkten und die Netzzusammenbrüche in anderen Ländern. Den Bestrebungen, durch eine Novelle zum Ökostromgesetz von diesem erfolgreichen Weg, der die Versorgung sichert und hohe Preisschwankungen für die Wirtschaft und Konsumenten verhindert, muss daher massiv entgegengetreten werden", erklärte heute Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch in einer Aussendung.

"Wie teuer die Abhängigkeit von ausländischen fossilen Energieträgern sein kann, spürt jetzt jeder Autofahrer beim Tanken. So kostet die aktuelle Ölpreisentwicklung jeden Autofahrer pro Tankfüllung rund EUR 5,- mehr. Auch die Belastungen der Stromkunden aus einer nicht nachhaltigen Energieproduktion sind beziehungsweise werden in Zukunft wesentlich höher sein als die EUR 2,- bis 3,-, die pro Haushalt und Jahr an Ökostromzuschlag verrechnet werden. Schließlich werden den Konsumenten sowohl die Strompreissteigerungen an den Strombörsen als auch die höheren Stromerzeugungskosten bei steigenden Öl- und Gaspreisen verrechnet werden", zeigte Grillitsch die Relationen zwischen den Kosten des Ökostroms und einer nicht nachhaltigen Energiepolitik auf.

"Der mit dem Ökostromgesetz eingeschlagene Weg, durch den Ausbau von Ökostrom die Inlandsversorgung zu sichern, muss fortgesetzt werden. Gesetzliche Änderungen sind zur weiteren technischen Entwicklungs- und Effizienzsteigerung nicht notwendig. Die aktuellen Vorschläge würden zentrale umwelt- und wirtschaftspolitische Ziele massiv gefährden. Insbesondere würde die Erhöhung der Versorgungssicherheit von Wirtschaft und Konsumenten, die Verringerung von wirtschaftsschädlichen Energiepreisschwankungen, die Verminderung der Auslandsabhängigkeit und Erhöhung der inländischen Wertschöpfung sowie der Ausbau des Technologievorsprunges von österreichischen Unternehmen, etwa bei der Biomasseverstromung, durch die geforderten Änderungen verloren gehen," gab Grillitsch zu bedenken.
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