Österreichische Milchquoten wurden 2003/04 um knapp 87.000 t überliefert

Superabgabe von EUR 31 Mio. fällig - Belastung von 19,63 Cent je kg

Wien (AIZ) - Die österreichischen Milchbauern haben im Quotenjahr 2003/04 mehr Milch an die Molkereien geliefert, als es ihre Kontingente zuließen. Die nationale Referenzmenge wurde um insgesamt 86.996 t überschritten, ausschlaggebend dafür waren auch die höheren Fettgehalte der Milch. Aus dieser Quotenüberlieferung resultiert eine Zusatzabgabe von rund EUR 31 Mio., die von den Molkereien einbehalten und über die Agrarmarkt Austria an Brüssel abzuführen ist. Die Belastung je kg überlieferter Milch beläuft sich auf 19,63 Cent, das entspricht rund zwei Drittel des aktuellen Erzeugermilchpreises.

Die Agrarmarkt Austria hat soeben die endgültigen Ergebnisse der Milchquotenausnützung im abgelaufenen Jahr 2003/2004 (01.04.2003 bis 31.03.2004) vorgelegt. Demnach stand im Quotenjahr eine nationale Garantiemenge von 2,624.105 t zur Verfügung, inklusive der Umwandlung von Direktvermarktungsquoten in Anlieferungsquoten (17.030 t) betrug die verfügbare Anlieferungs-Referenzmenge 2,641.135 t.

Die Lieferungen der Landwirte an die Molkereien machten jedoch 2,651.899 t aus. Auf Grund des höheren Fettgehaltes (4,20%) ergab sich eine fettkorrigierte Anlieferung von 2,728.131 t. Daraus resultierte eine saldierte Quotenüberlieferung im Umfang von 86.996 t. Die Zusatzabgabe wurde bekanntlich von der EU mit 35,627 Cent je kg festgelegt, sie beträgt somit insgesamt EUR 30,99 Mio.

Nachdem aber wiederum zahlreiche Milchbauern ihre Quoten nicht zur Gänze ausnützten, wurden deren Unterlieferungen bei der Berechnung der Zusatzabgabenbelastung je kg überlieferter Milch gegengerechnet. Konkret waren im abgelaufenen Quotenjahr von insgesamt 54.347 Milchlieferanten 31.538 Überlieferer und 22.809 Unterlieferer. Die Summe der einzelbetrieblichen Überlieferungen machte 157.912 t aus, die der einzelbetrieblichen Unterlieferungen betrug (inklusive der nationalen Reserve von 5.063 t) insgesamt 70.916 t. Dadurch reduziert sich die durchschnittliche Belastung an Zusatzabgabe auf 19,63 Cent je kg. Diese Abgabe wird von den Molkereien bei der Milchgeldabrechnung einbehalten und an die AMA weitergeleitet. (Schluss) kam

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