LHStv. Ambrozy: Kärnten ist Vorreiter bei "mobiler Sterbebegleitung"

Neu-, Zu- und Umbau KH Spittal und Department für Psychosomatik und Psychotherapie in Waiern beschlossen

Klagenfurt (LPD) - Die Umsetzung des Konzeptes
"Palliativversorgung im Bundesland Kärnten" wurde heute, Freitag, in einer Sitzung der Landeskommission des Krankenanstaltenfonds in Klagenfurt beschlossen. Dies gab Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy bekannt. Darüber hinaus sind der Neu-, Zu- und Umbau des Krankenhauses in Spittal an der Drau sowie die Einrichtung eines Departments für Psychosomatik und Psychotherapie im Krankenhaus in Waiern genehmigt worden, informierte der Krankenanstaltenreferent.

Kärnten wird demnach als erstes Bundesland eine landesweite "mobile Sterbebegleitung" einrichten. Konkret soll es zu einer Vernetzung zwischen Spitälern, Hospizen und Hausärzten kommen, um den Patienten die letzten Tage so leicht wie möglich zu gestalten. "Dieses Konzept ist einzigartig in ganz Österreich. Kein unheilbar Kranker soll mehr leiden müssen", betonte Ambrozy.

Beschlossen wurden die Einrichtung von 14 bzw. zwölf Palliativ-Betten an den Landesspitälern Klagenfurt und Villach. Vier Palliativ-Betten im Krankenhaus St. Veit sind bereits in Betrieb, so der Gesundheitsreferent. Zusätzlich sollen drei mobile Palliativ-Konsiliar-Teams installiert werden.

Diese sollen die Betreuung der Krankenanstalten ohne Palliativbetten sowie der Patienten nach Verlassen des Spitals gleichermaßen sicherstellen. Laut Gesundheitsreferent setzen sich die Teams aus Ärzten, diplomiertem Pflegepersonal sowie Sozialarbeitern, Seelsorgern und klinischen Psychologen zusammen. Die Kosten für die drei mobilen Palliativ-Konsiliar-Teams, die ab Dezember 2004 im Einsatz sein sollen, betragen rund 500.000 Euro pro Jahr.

Eine umfangreiche fachliche Betreuung ist auch durch das neue Department für Psychosomatik und Psychotherapie im Krankenhaus in Waiern sichergestellt. Wie wichtig diese neue Einrichtung für den Bezirk Feldkirchen ist, zeige die Tatsache, dass rund 400 von insgesamt 2.400 stationären Patienten pro Jahr aufgrund einer psychosomatischen Erkrankung im KH Waiern in Behandlung sind, hob Ambrozy die Bedeutung des heutigen Beschlusses hervor. Das neue Department ist Bestandteil der bestehenden Abteilung für Innere Medizin.

Ebenso von großer regionaler Bedeutung ist der Neu-, Zu- und Umbau des Krankenhauses in Spittal an der Drau. Insbesondere hob Ambrozy die Errichtung einer psychiatrischen Abteilung sowie die Ausweitung der Dialyse-Kapazitäten hervor.

Gute Noten gibt es übrigens für alle Kärntner Spitäler. Eine in der Sitzung der Landeskommission präsentierte flächendeckende Untersuchung über die Zufriedenheit der Patienten an den öffentlichen Krankenanstalten brachte laut Ambrozy ein sehr erfreuliches Ergebnis, "auf das wir stolz sein können": In den Kernaufgaben wie Aufnahme, Betreuung, Personal und Hygiene wurden durchwegs sehr gute Ergebnisse erzielt.
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