• 24.06.2004, 11:40:08
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Breitbandausbau darf kein Lippenbekenntnis sein

Infrastrukturwettbewerb als Chance für die Regionen

Wien (OTS) - 24. Juli 2004 - UTA-Vorstandsvorsitzender Ofner
kritisiert die derzeitigen regulatori-schen Rahmenbedingungen, da
diese den flächendeckenden Breitbandausbau verhindern und fordert
zugleich von den Ländern im eigenen Interesse mehr Engagement.

"Verursacht durch aktuelle Fehlentwicklungen im Telekom-Bereich, muss
man davon ausgehen, dass die ländlichen Regionen auf absehbare Zeit
nicht mit Breitband-Internet versorgt werden können", meint Dr.
Günther Ofner, UTA-Vorstandsvorsitzender. "Ich hoffe, dass die
politischen Vertreter von Bund und insbesondere der Länder sich der
dramatischen Folgen dieser Standortdiskriminierung bewusst werden und
sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen einsetzen." Denn die
Breitband-Förderung sei zwar "ausdrücklich zu begrüßen, aber alleine
sicher nicht ausreichend."

Appell an die Länder
7.000 von 17.000 österreichischen Gemeinden sind nach wie vor von der
Nutzung von Breitband-Internet ausgeschlossen. Der Grund dafür ist,
dass der Ausbau dieser Regionen wirtschaftlich immer unattraktiver
wird. "Als Festnetz- und Internetanbieter subventionieren wir über
ungerechtfertigt hohe Zusammen-schaltentgelte seit Jahren zwangsweise
wirtschaftlich unsinnige Kampfpreise der Mobilbetreiber, was zu einem
Rückgang bei der Festnetznutzung geführt hat. Das Resultat sind noch
kleinere Margen und damit noch weniger Geld, das für den
Breitbandausbau zur Verfügung steht. Das gilt für die Telekom Austria
genauso wie - noch stärker - für die alternativen Anbieter", so
Ofner.

"UTA ist eines der wenigen Unternehmen, das in Infrastruktur
investiert. Unter den gegenwärtigen Bedingungen werden aber weitere
Investitionen, vor allem in die Entbündelung, ausbleiben", kritisiert
Ofner. "Hier besteht dringender Handlungsbedarf: Denn nur wenn die
Festnetzbetreiber nicht länger diskriminiert werden und sich
Investitionen in die Infrastruktur auch rechnen, wird es zu dem
wirtschafts- wie gesellschaftspolitisch notwendigen Breitbandausbau
kommen. Nur so wird man die digitale Kluft zwischen Stadt und Land
wirklich verringern."

Er fordere daher die Länder-Vertreter im eigenen Interesse auf, ihren
Einfluss geltend zu machen und sich für bessere regulatorische
Rahmenbedingungen für Infrastrukturbetreiber und für das Thema
"Breitband" zu engagieren. Momentan sei man in Österreich über ein
Lippenbekenntnis nicht hinausgekommen.

Die UTA Telekom AG ist Österreichs führender neuer Anbieter von
Telekommunikations-Services. Als Full Service Provider verbindet UTA
Telefonie-, Internet- und Datenservices zur neuen Qualität der
Kommunikation.

OTS0118    2004-06-24/11:40

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | UTA

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