Josef Pröll: Exportinitiative erntet Erfolg

Exportinitiative der Land- und des Lebensmittelwirtschaft seine siebte und vorläufig letzte Station in Bratislava - Lebensministerium und Wirtschaftskammer ziehen Bilanz

Wien/Bratislava (OTS) - Die Slowakei ist ein Markt buchstäblich
vor Ös-terreichs Haustür. Die Wirtschaftsmetropole Bratislava ist dabei speziell für Klein- und Mittelun-ternehmer aufgrund ihrer Nähe und der 600.000 Konsumenten ein wichtiger Zukunftsmarkt. Landwirtschaftsminister Josef Pröll eröffnet am 24. Juni 2004 zum siebten und vorläufig letzten Mal eine Ausstellung österreichischer Qualitätslebensmittel. Die Initiative Export 1-24 war bis-her ein voller Erfolg, die Zufriedenheit der Firmen mit den Veranstaltungen, der Organisation und den Geschäftskontakten ist sehr hoch. Diesmal stellen 60 österreichische Firmen im Hotel Holiday Inn in Bratislava ihre Produkte vor. Waren aus Österreichs Feinkostladen locken dabei rund 150 slowakische Importeure, Gastronomen, Großhändler zur Verkostung. ****

Österreichische Qualitätslebensmittel sind durch die Exportinitiative ein Begriff in den neuen Märkten geworden. Geschmacksqualität wird zu einem neuen Aushängeschild für Österreich in den jungen EU Mitgliedstaat. Nach den gelungenen Veranstaltungen in Budapest, Prag, Laibach, Sofia, Bukarest und Warschau ist Bratislava die vorläufig letzte Station. Die Slowakei ist mit 5,4 Millionen Einwohnern und ihrer Nähe zu Österreich ein strategisch wichtiger Han-delspartner.

Bratislava, ein pulsierendes Wirtschaftszentrum ist aufgrund seiner Nähe speziell für Klein- und Mittlere Unternehmen interessant. Aber auch die Märkte im Osten der Slowakei sind zu nutzen. "Die ehemals gemeinsame Geschichte verbindet uns auch mit ähnlichen Ge-schmackspräferenzen, ein unschätzbarer Marktvorteil, den wir nutzen werden, um in unserer erfolgreichen Handelsbilanz mit der Slowakei noch weiter zuzulegen", erklärt Pröll.

Das Slowakische Wirtschaftswachstum liegt über dem EU Schnitt. Im Jahr 2003 lag es bei 4,2% und wird für 2004 auf 4,6% geschätzt (Quelle: WKO 2004). Im Durchschnitt verdient ein Slowake 360 EUR im Monat, davon werden 29% für Lebensmittel ausgegeben (Quellen: WKO 2004, Price Waterhouse Coopers, 2004).
Der Außenhandel mit der Slowakei läuft zufrieden stellend. Der österreichische Export 2003 im Agraraußenhandel mit der Slowakei beträgt 38,8 Mio. EUR. Mit Importen von 21,3 Mio. EUR ist die österreichische Handelsbilanz für den Agrar- und Lebensmittelhandel (ZK 1 - 24) mit 17,5 Mio. EUR positiv (Quelle: Statistik Austria; FIAA 2004). Bisher waren am slowakischen Markt folgende österreichische Exportprodukte besonders erfolgreich:
Fruchtzubereitungen für Desserts, Energy-Drinks, Limonaden, Eistees, Teigwaren, Schokoladewaren.

Österreichische Qualitätsprodukte der höheren Verarbeitungsstufe haben dabei gute gute Chancen, im Einkaufskorb der Slowaken zu landen. Der private Konsum wird 2004 voraus-sichtlich um 3,8 % zulegen (Quelle: BACA Report 6/2003). Dabei sind österreichische Des-serts, Soft-Drinks und Saucen besonders begehrt. Nicht alkoholische Getränke - besonders Fruchtsäfte zeigen beträchtliche Wachstumsreserven. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2000 bei 120 l, was 60 - 70 % des EU-Durchschnitts entspricht. Von 2002 auf 2003 zeigten Eistee Wachstumsraten von 79% und Fruchtsäfte von 39%. Lebkuchen boomten mit 35 % und Ket-chup mit 21 % Wachstum zum Vorjahr (Quelle:
Regal4/2004).

Ein großes Marktpotential bieten nach wie vor zahlreiche Angebotslücken bei Fertigprodukten, Tiefkühlkost oder speziellen Wurstsorten. Besondere Chancen sind im Fleischbereich und bei verarbeiteten Fleischprodukten zu erwarten. Das Entwicklungspotential bei Käse ist vielver-sprechend. Der slowakische Pro-Kopf-Konsum liegt derzeit mit 8,1 kg deutlich unter dem Durchschnitt der EU mit 19,0 kg oder dem Tschechiens mit 12,0 kg.

Erleichterungen sowie neue Chancen für den Handel bieten auch der Wegfall von Zölle bis zu 30% hoch waren und von Quotenregelungen in der Slowakei seit dem EU-Beitritt am 1. Mai 2004.

Der Ausbau der Hyper- und Supermärkte einiger wenigen internationalen Konzernen wie Tes-co, Carrefour, Kaufland und Metro schreitet rasch voran. Es entstanden auch Ketten aus ehe-maligen nationalen Kooperativen (Co-op und CBA). Die Möglichkeit als Lieferant mit dem stark expandierenden nationalen und internationalen Lebensmittelhandel mit zu wachsen bietet sich eben jetzt.

(Schluss)

Servicehinweis:
Die Exportoffensive 1-24 ist eine gemeinsame Initiative des lebensministeriums.at und der Wirtschaftskammer Österreich sowie der Agrarmarkt Austria. Die Durchführung der Firmen-präsentationen erfolgt durch die österreichischen Außenhandelsstellen der Außenwirtschaft Österreich. Informationen für Unternehmen aus dem Agrar- und Lebensmittelbereich, die sich an den weiteren Stationen der Exportoffensive beteiligen wollen sind über die Homepage www.export1-24.at erhältlich.

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