FGV: Pflegeberufe durch Matura aufwerten!

Ministerpläne zur Reform der Pflegeausbildung sind zu halbherzig

Wien (FGV/ÖGB). (OTS) - "Die Reformpläne sind ein Schritt in die richtige Richtung. Aber leider bleiben die zuständigen PolitikerInnen auf halber Strecke stehen!" So kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe im Österreichischen Gewerkschaftsbund (FGV), Gerda Mostbauer, Dienstag die Pläne zur Reform der Pflegeausbildung. Notwendig sei eine schnelle Aufwertung der Ausbildung durch die Möglichkeit zu Matura und Studium.++++

Eine Imagekampagne und verbesserte Ausbildung sollen nach den Plänen der VP-Minister Bartenstein und Rauch-Kallat mehr Personal in die stark unterbesetzten Pflegeberufe ziehen. Geplant ist die Einführung einer dreijährigen Fachschule für Gesundheits- und Sozialberufe, deren AbsolventInnen in Altenbetreuung und Pflegehilfe ausgebildet werden. Für Mostbauer ein zu halbherziger Versuch, die Pflege als Arbeitsfeld attraktiver zu machen: "Notwendig wäre eine Ausbildung auf EU-Niveau. Das bedeutet neben der dreijährigen Ausbildung auch die Möglichkeit zu einer fünfjährigen Ausbildung im Bereich der Berufsbildenden Schulen, die diplomiertes Personal mit Matura abschließt und die außerdem den Weg zu einem Doktorandenstudium der Pflegewissenschaften öffnet!"

"Die Pflegeberufe müssen stark aufgewertet werden, sonst wird sich nichts bewegen", warnte die Stellvertretende FGV-Vorsitzende. Als kontraproduktiv wies Mostbauer daher auch die Aussage der Gesundheitsministerin zurück, dass Pflege "Sache der Länder" sei:
"Zur Behebung des akuten Personalnotstands brauchen wir eine bundesweit einheitliche Regelung!"

Rückfragen & Kontakt:

FGV, Telefon: (01) 313 16 - 83 664,
Informationen im Internet: www.gdg.at

ÖGB, 22. Juni 2004 Nr. 448

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005