Austro Control erzielt 2003 trotz erneuter Luftfahrtkrise positives Ergebnis

Für 2004 wird deutlicher Aufschwung erwartet

Wien (OTS) - Das Jahr 2003 verlief außerordentlich
unterschiedlich. Nach einem noch positiven Beginn musste die internationale Luftfahrt weltweit im Zuge der Irak-Krise und der SARS-Epidemie zum zweiten Mal in Folge eine schwere Krise erleben. Diese erneute Krise fiel in die Phase eines beginnenden, wenn auch leichten Aufschwungs. Die Airlines begegneten der Krise mit einer erneuten scharfen Rücknahme der Produktion. Erst Mitte des Jahres setzte eine leichte Erholung des Luftverkehrs ein, die sich auch im Jahr 2004 fortsetzt.

Auch Austro Control war von der Entwicklung im vergangenen Jahr betroffen. Dies führte zu einem scharfen Umsatzrückgang im 2. Quartal. Durch ein kurzfristig eingeleitetes Sparprogramm konnte für das Jahr 2003 insgesamt noch ein zufriedenstellender Geschäftsverlauf erzielt werden. Die Zahl der Instrumentenflugbewegungen stieg um 5,6% auf 864.493. Die Zahl der Service Units (=Umsatz) stagnierte mit rund 1,83 Mio. verrechneter Gebühreneinheiten auf das Niveau von 1998, das entspricht lediglich einer Steigerung von knapp 0,5% im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte Austro Control die Streckengebühr auf EUR 71,48 senken und damit einen Beitrag zur Erholung der Luftfahrtbranche leisten. Bis 2005 soll die Gebühr weiter gesenkt werden. Ziel ist ein Platz im europäischen Mittelfeld.

Ergebnis 2003

Trotz aller Schwierigkeiten im Jahr 2003 ist es insbesondere dank der wirksamen Kostenkontrolle gelungen, ein mit EUR 3,6 Mio. deutlich positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu erreichen. Infolge eines positiven Effekts aus der Auflösung von Steuerrückstellungen beläuft sich das Jahresergebnis (Jahresüberschuss) auf knapp EUR 5,3 Mio. (im Vorjahr EUR 4,5 Mio.), womit der aus den Vorjahren kumulierte Bilanzverlust nunmehr ausgeglichen werden konnte. Gleichzeitig konnte das Eigenkapital um rund EUR 11 Mio. gestärkt werden und beträgt damit nominell rund 23%. "Damit ist es gelungen", so Austro Control Generaldirektor Christoph Baubin," das Unternehmen im Interesse aller seiner Mitarbeiter trotz der großen Belastungen im zweiten aufeinander folgenden Krisenjahr der Luftfahrt wieder ein Stück stabiler und widerstandsfähiger gegen neue und unerwartete negative Entwicklungen zu machen."

Verlauf 2004 positiv

Die ersten Zahlen deuten darauf hin, dass 2004 mit einem deutlichen Aufschwung in der Luftfahrt und damit auch bei Austro Control zu rechnen ist. Allein für den Flughafen Wien haben sich die Landungen bis einschließlich Mai um 12,4% erhöht. Bei den Gesamtflugbewegungen konnte eine Steigerung von 8,9% verzeichnet werden. "Dieser doch deutliche Anstieg bei den Flugbewegungen wird von Austro Control mit der gewohnt hohen Sicherheit erfolgreich bewältigt, wenngleich die zeitweise anfallenden Verkehrsspitzen in Wien durch Maßnahmen der Verkehrsflusssteuerung über die Zentrale in Brüssel reguliert werden müssen", so Vorstandsdirektor Johann Zemsky. Auch bei den Service Units liegt man derzeit wieder deutlich im Plus (+7,2%).

IATA bestätigt Austro Control

Dass der von Austro Control eingeschlagene Weg der richtige ist, wird auch von den Airlines honoriert. Bei der diesjährigen Jahresversammlung der IATA (International Air Transport Association) in Singapur wurde Austro Control als eine von nur zwei Air Traffic Management Organisationen ausdrücklich für die erbrachten Leistungen der Kostensenkung und Effizienzsteigerung gewürdigt. "Das ist eine besondere Anerkennung für unser Unternehmen, gleichzeitig aber auch ein Auftrag an uns, diesen Kurs fortzusetzen", so Baubin abschließend.

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