"Neues Volksblatt" Kommentar: "Zur Pflege" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 22. Juni 2004

Linz (OTS) - =

Wahrnehmung der Demografie und Einsicht in daraus
folgende Handlungsnotwendigkeiten gehen oft nicht Hand in Hand. Kaum jemand bezweifelt, dass eine immer älter werdende Bevölkerung kräftige Einschnitte im System erfordert, wenn auch heute Junge noch mit einem Mindestmaß an Altersversorgung rechnen sollen. Freilich:
Treffen sollten diese Einschnitte niemanden, wie manch populistischer Kurzfrist-Denker in der Politik weismachen wollte.
Ähnlich verhält es sich im Pflegebereich. Man sieht die älter - und damit in Summe auch pflegebedürftiger - werdende Gesellschaft, bei konkreten Pflege-Taten lässt die Politik bisher aber Mängel zu. Dabei sind die Zahlen dramatisch: Über eine halbe Million Menschen in Österreich brauchen heute schon mehr oder weniger intensive Hilfe -Tendenz stark steigend. Entsprechend stark könnte und müsste über die Pflege auch der Arbeitsmarkt zu entspannen sein. Freilich: Ohne Geld in die Hand zu nehmen wird das nicht gehen. Macht es sich der Finanzminister - Stichwort Finanzausgleich - hier zu billig, kommt es Menschen und Gesellschaft teuer zu stehen.

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