Wiener Grüne: Strache tritt endgültig in Kabas Fußstapfen

Vana: Rundumschlag ohne Beweise helfen weder Sexarbeiterinnen, noch Asylwerberinnen

Wien (Grüne) - Als "rassistischen Rundumschlag und Hetzjagd gegen Sexarbeiterinnen ohne jegliche Beweise und in bester und erfolgloser "Hump-Dump"-Kabas-Manier", bezeichnet die Frauensprecherin der Wiener Grünen, Monika Vana, die von FP-Obmann Strache erhobenenen Vorwürfe, ein Netzwerk der MA 15 und der Bundespolizeidirektion Wien würden Asylwerberinnen die Tätigkeit als Prostituierte erlauben und die - so Strache - schwarzafrikanische Mafia würde den ‚Prostitutiertenmarkt' erobern. Vana: "Sexarbeiterinnen aus Schwarzafrika pauschal in die Nähe von Kriminalität zu rücken ist entwürdigend. Seit Jahren fordern die Grünen, dass AsylwerberInnen die Möglichkeit erhalten sollen einer Arbeit nachzugehen. Denn die effektivste Maßnahme, um AsylwerberInnen ein sinnvolles Dasein zu ermöglichen ist eine Tätigkeit und das Gefühl gebraucht zu werden. So wie Strache sich das vorstellt - einerseits den Arbeitsmarkt nicht zu öffnen, andererseits Frauen jegliche Möglichkeit zu nehmen, einer Beschäftigung legal nachzukommen - ist asylpolitischer Humbug."

Gleichzeitig übt Vana in der Causa Sexarbeit erneut Kritik an der SPÖ: "Die gegen die Stimmen der Grünen beschlossene Novelle des Wiener Prostitutionsgesetzes war keine Verbesserung für die Lebenssituation der Sexarbeiterinnen und bietet Betroffenen wenig Schutz." Vana weiter:"Wir Grüne erwarten von der designierten SP-Frauenstadträtin Sonja Wehsely nun endlich zu handeln und Maßnahmen zum Schutz der rund 6.000 Sexarbeiterinnen in Wien zu setzen. Dazu gehören der Ausbau und die langfristige finanzielle Absicherung niederschwelliger Beratungsstellen für SexarbeiterInnen, Rechtsberatung und Hilfe beim Ausstieg sowie die Abschaffung der polizeilichen Meldepflicht. Sexarbeit gehört endlich als Gewerbe anerkannt und abgekoppelt von Sittenwidrigkeit und pauschaler Kriminalisierung. Entgegen der Behauptung Straches, Sexarbeit sei eine gewerbliche Tätigkeit, sind wir leider in Östereich noch lange nicht so weit", so Vana abschließend.

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