Fritz zu Arbeitszeit: Enttäuscht über erste Gewerkschafts-Reaktionen

IV-GS Fritz: Tiefe Enttäuschung über erste Reaktionen von Gewerkschaftsfunktionären auf Präsident Veit Sorger - Vordenken und tabulose Diskussion bleiben das Markenzeichen der IV

Wien (OTS) - (PdI) "Die IV und ihre Mitglieder sind zutiefst enttäuscht über die ersten Reaktionen der Gewerkschaft auf das Thema des neuen Präsidenten Veit Sorger, zu unser aller Zukunftsabsicherung etwas mehr bzw. länger zu arbeiten". So äußert sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Dkfm. Lorenz Fritz, und weiter "Veit Sorger hat unter dem Motto - Lasst uns eine tabulose Diskussion über alle notwendigen Schritte führen, die geeignet sind, Arbeitsplätze in Österreich zu halten - vorgedacht und eine Diskussion anregen wollen."

Der neue IV-Präsident ist dazu als internationaler Manager, der die Situation in Osteuropa und Asien hautnah kennt, bestens dafür vorbereitet. Aus persönlicher Sicht und Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit hat er das Thema als Vordenker angestoßen. Nicht als Allheilmittel (und quer über die ganze Wirtschaft) und natürlich im Kontext anderer Maßnahmen wie Innovation und Bildung. Das Thema ist auch von der IV - wenn man alle bisherigen Aussagen nimmt - mit sozialer Sensibilität und in Konsensbereitschaft mit den Arbeitnehmervertretern vorgebracht worden. Dazu in Form und Inhalt so, wie es jemandem ansteht, der noch nie Sozialpartner "als Gegner gesehen hat".

Die Reaktionen von Mitgliedern und Bürgern (bis hin zu Mindestrentnern!) waren durchaus ermutigend. Nicht so natürlich von Seiten derjenigen Gewerkschaftsfunktionäre, die sich schon immer im ideologischen Reflex und politischen Ritual gegenüber IV-Zukunftsgedanken äußerten. "Dass Präsident Salmutter die komplette Gegenrichtung einschlug, habe ich von einem kämpferischen Anhänger der 35-Stunden-Woche ja erwartet" meint Generalsekretär Fritz: "nicht jedoch, dass ausgerechnet der Vorsitzende der Gewerkschaftsjugend erst gar nicht zuhört und von Lohndumping spricht, um das es Veit Sorger sicher nicht geht". Das ist deshalb erschütternd, weil Veit Sorgers Gedanken gerade der Zukunft der nächsten Generationen in Österreich dienen. "Die Reaktion von Herrn Jürgen Eder ist daher mehr als eine Gesprächsverweigerung, sie ist die simple Realitätsverweigerung, internationale Wirtschaftszusammenhänge im wohligen österreichischen Wolkenkuckucksheim erst gar nicht bedenken zu wollen", so GS Fritz. Zudem hätte Eder auch fragen können, ob sich die IV eine Erfolgsbeteiligung für jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellen könne, die länger arbeiten: IV-Präsident Sorger hätte sich auch dazu sicher positiv geäußert.

Selbstverständlich wird die IV das Thema nicht fallen lassen, sondern zunächst in persönlichen Gesprächen mit den Spitzen der Sozialpartner und Wirtschaftsminister Bartenstein vertiefen wollen. Beispiele, wie die gleichzeitige Verlagerung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Sandoz in Österreich nach Indien veranlassen uns dazu.

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