Blecha: "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg" - unsoziale Pensionsreform entschärfen

Pflegegeld seit 1996 nicht mehr angepasst

Wien (SK) "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg" - angesichts der "Einsicht" von Regierungsmitgliedern, wonach die Pensionsreform soziale Härten gebracht hat, sollten diese nun entschärft werden, erklärte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha. ****

Blecha forderte - auch im Hinblick auf die nunmehr deutlich gestiegene Inflationsrate von zuletzt über zwei Prozent - eine Änderung bei der Pensionsanpassung. Blecha: "Statt Wertminderung durch die geschwindelte Medianberechnung fordere ich die Einlösung des Regierungsprogramms, in dem eine Wertsicherung der Pensionen festgeschrieben steht." Auch im kommenden Jahr werden die Pensionisten weniger Pension bekommen: allein durch die zweite Tranche der Krankenkassenbeitrags-Erhöhung kommt es wieder zu Kürzungen. Sollte die Anpassungsberechnung nicht geändert werden, verlieren die Pensionen wieder an Wert.

Mit der Pensionsreform wurden nämlich auch die Pensionsanpassungen 2004 und 2005 beschlossen, die für die überwältigende Mehrheit der Alterspensionen Kürzungen brachten. Blecha kritisierte, dass als Medianwert 670 Euro festgelegt wurde und dass dieser Wert unter der Armutsgrenze liegt.

Der Pensionistenverbandpräsident pocht auch auf die Zusage der Regierung, das Pflegegeld, dass seit 1996 nicht mehr erhöht wurde, anzupassen. "Mittlerweile sind nämlich die Verbraucherpreise um fast 15 Prozent gestiegen", so Blecha in seiner Begründung.

Blecha steht "jederzeit für Verhandlungen mit der Regierung zur Verfügung, um Verbesserungen zu erreichen". (Schluss) se/mm

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