• 19.06.2004, 09:38:25
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Blecha: "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg" - unsoziale Pensionsreform entschärfen

Pflegegeld seit 1996 nicht mehr angepasst

Wien (SK) "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg" - angesichts der
"Einsicht" von Regierungsmitgliedern, wonach die Pensionsreform
soziale Härten gebracht hat, sollten diese nun entschärft werden,
erklärte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs,
Karl Blecha. ****

Blecha forderte - auch im Hinblick auf die nunmehr deutlich
gestiegene Inflationsrate von zuletzt über zwei Prozent - eine
Änderung bei der Pensionsanpassung. Blecha: "Statt Wertminderung
durch die geschwindelte Medianberechnung fordere ich die Einlösung
des Regierungsprogramms, in dem eine Wertsicherung der Pensionen
festgeschrieben steht." Auch im kommenden Jahr werden die
Pensionisten weniger Pension bekommen: allein durch die zweite
Tranche der Krankenkassenbeitrags-Erhöhung kommt es wieder zu
Kürzungen. Sollte die Anpassungsberechnung nicht geändert werden,
verlieren die Pensionen wieder an Wert.

Mit der Pensionsreform wurden nämlich auch die Pensionsanpassungen
2004 und 2005 beschlossen, die für die überwältigende Mehrheit der
Alterspensionen Kürzungen brachten. Blecha kritisierte, dass als
Medianwert 670 Euro festgelegt wurde und dass dieser Wert unter der
Armutsgrenze liegt.

Der Pensionistenverbandpräsident pocht auch auf die Zusage der
Regierung, das Pflegegeld, dass seit 1996 nicht mehr erhöht wurde,
anzupassen. "Mittlerweile sind nämlich die Verbraucherpreise um fast
15 Prozent gestiegen", so Blecha in seiner Begründung.

Blecha steht "jederzeit für Verhandlungen mit der Regierung zur
Verfügung, um Verbesserungen zu erreichen". (Schluss) se/mm

OTS0010    2004-06-19/09:38

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