"profil": Haider für jüngeren Justizfachmann als Böhmdorfer-Nachfolger

Kärntner Landeshauptmann optimistisch bezüglich RH-Kandidat Moser: "ÖVP wird sich da überhaupt nicht schwer tun"

Wien (OTS) - Kryptisch äußert sich Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" über den möglichen Nachfolger des zurückgetretenen Justizministers Dieter Böhmdorfer: "Ein Jüngerer, der bereits eingearbeitet ist und sich als Justizfachmann Profil erworben hat", soll es werden. Ebenfalls vage äußert sich Haider über den Zeitpunkt der möglichen Rücktritte von Sozialminister Herbert Haupt und den Staatssekretären Reinhart Waneck und Karl Schweitzer: "Das ist Chefsache" und müsse daher von Ursula Haubner entschieden werden.

Haider bestätigt im "profil"-Interview, dem Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in der vorwöchigen Vorstandssitzung der Freiheitlichen den Posten des FPÖ-Bundesparteiobmanns angeboten zu haben. Haider: "Es war zu überprüfen, wie weit recht junge Kandidaten bereit wären, diese Herausforderung anzunehmen." Es sollte nicht Ungewöhnliches sein, dass ein 35-Jähriger Verantwortung übernehme. Karl-Heinz Grasser sei noch nicht einmal 35 gewesen, als er Finanzminister geworden ist.

Lobend äußert sich Haider über Josef Moser, de FPÖ-Kandidaten für das Amt des Rechnungshofpräsidenten: "Er ist nicht nur ein exzellenter Fachmann, sondern hat auch eine enorme Durchschlagskraft." Mosers Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit beurteilt Haider im "profil"-Interview optimistisch: "Die ÖVP wird sich da überhaupt nicht schwer tun." Schließlich habe Moser, als er noch Personalvertreter in der Finanzverwaltung war, auf einer ÖVP-nahen Liste kandidiert.

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